Beim ewigen Bundesliga-Rivalen TSV Abensberg feiern die Judokas des KSV Esslingen einen überraschenden, aber verdienten 8:6-Auswärtserfolg.
Am zweiten Kampftag der Judo-Bundesliga musste der KSV Esslingen in Abensberg beim deutschen Rekordmeister antreten. Beide Mannschaften traten trotz vieler Ausfälle aufgrund des gleichzeitig stattfindenden Senior Cups in Dubrovnik, welches ein Pflichtturnier für alle Nationalkaderathleten ist, mit einem starken und internationalen besetzten Team an. Noch nie konnte der KSV in den vergangenen Jahren gegen Abensberg gewinnen, so dass der Mannschaft vom Neckar der Fluch des ewigen Zweiten im Nacken saß.
In Runde eins begann der Junioren-Weltmeister von 2021, Saba Inaneishvili, für die Gastgeber im Schwergewicht (über 100 kg) gegen den Esslinger Dimitri Peters. Unter lautem Jubel der Abensberger Fans holte der Georgier nach 2:33 Minuten den ersten Punkt mit einem Ippon. Doch Esslingen lies sich davon nicht beeindrucken und landete durch Frank de Wit (bis 81 kg) und Dino Pfeiffer (bis 100 kg) zwei Siege.
Führung schon nach Runde eins
Fabian Häßner (bis 60 kg) lieferte dann ein Feuerwerk an Techniken ab, was mit einer vorzeitigen Disqualifikation seines Gegners auf Grund von Inaktivität belohnt wurde. David Sperlich holte gegen Etienne Zeiger (bis 73 kg) zwar wieder auf, doch der Europameister (bis 60 kg) von 2021 und 2022 Francisco Garrigos überzeugte auch in der Klasse bis 66 Kilogramm mit einem klaren Sieg gegen Maximilian Felde und sicherte dem KSV Esslingen die Führung in Runde eins, die auch durch den anschließenden Sieg von Luka Maisuradze gegen Hugo Murphy (bis 90 kg) nicht mehr gefährdet war.
In Durchgang zwei mussten beide Teams mindestens drei neue Kämpfer auf die Matte schicken. Auch hier startete Inaneishvili wieder, dieses Mal gegen Daniel Udsilauri, mit einem Sieg zum 4:4-Zwischenstand. Doch dann ging es Schlag auf Schlag. In weniger als drei Minuten Kampfzeit siegten nacheinander Schamil Dzavbatyrov (bis 81 kg), Beka Gniashvili (bis 100 kg) und Fabian Häßner (bis 60 kg) für Esslingen zum 4:7-Zwischenstand.
In der entscheidenden Begegnung des Tages überzeugte schließlich Franisco Garrigos als Superleichtgewicht auch noch eine Gewichtsklasse höher bis 73 Kilogramm gegen David Sperlich und holte nach 1:53 Minuten den Sieg zum 4:8. Die anschließenden Niederlagen von Lukas Klemm gegen Adam Toszegi (bis 66 kg) und Hugo Murphy gegen Luka Maisuradze (bis 90 kg) hatten deshalb nur noch für die Unterbewertung eine Bedeutung.
Tabellenführung ausgebaut
Insgesamt bot der Kampf zwischen dem TSV Abensberg und dem KSV Esslingen ein spannendes Duell auf höchstem Niveau, bei dem beide Teams die Zuschauer mit vielen spektakulären Kämpfen begeisterten. Letztendlich setzten sich die Esslinger in einem engen und hart umkämpften Duell mit einem 8:6-Premierensieg durch und bauten ihre Tabellenführung in der Südgruppe der Bundesliga aus, gefolgt von Abensberg und dem JC Leipzig der seine erste Begegnung gegen Rüsselsheim mit 9:5 gewann.