Der „Bergdoktor“-Star Heiko Ruprecht gastiert wieder in Stuttgart: Bei der Premiere der schwarzen Komödie „1h22 vor dem Ende“ bedient er sich erprobter Kunstkniffe aus dem Fernsehen.
Bereits zwei Minuten vor Beginn der Vorstellung kann man dem Schauspieler Heiko Ruprecht, der am Abend zuvor in der Rolle des Arztbruders Hans Gruber in der ZDF-Serie „Der Bergdoktor“ fast daran gescheitert wäre, eine nervige Verehrerin abzuservieren, beim Staubsaugen zusehen. Das Saubermachen gehört auf dieser Theaterbühne zum Regeln letzter Dinge, denn der lebensmüde Mann, den Heiko Ruprecht im Alten Schauspielhaus verkörpert, wird von einem Problem geplagt, das jenem des begehrten ewigen Jungbauern im ZDF diametral entgegensteht: Der einsame Bertrand in Matthieu Delaportes schwarzer Komödie „1h22 vor dem Ende“ schwärmt von seiner Nachbarin, weiß aber nicht, wie er sich ihr nähern könnte: „Ich habe noch nie Liebe gemacht“, sagt der angeblich 38-Jährige, dem es außer an Erfahrung beispielsweise an Selbstbewusstsein und Mut mangelt, zu einem ungebetenen Besucher.
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