Die Polizei hat ihre Präsenz den Angaben zufolge an jüdischen Einrichtungen noch einmal erhöht. Foto: dpa/Roland Weihrauch

Ein unbekannter Täter hat versucht, an der Synagoge in Mannheim eine Scheibe einzuschlagen. Der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Mannheim ermittelt und überprüft auch einen angetroffenen Zeugen genauer.

Mannheim - Ein Unbekannter hat die Mannheimer Synagoge angegriffen und eine Scheibe zerstört. Eine Polizeistreife habe am frühen Donnerstagmorgen an der Synagoge einen dumpfen Schlag an der Rückseite des Gebäudes vernommen, wie die Beamten mitteilten. Ein Fenster war demnach mit einem bislang unbekannten stumpfen Gegenstand beschädigt worden. Die Scheibe sei großflächig gesprungen, teilte ein Polizeisprecher mit. Die Polizei traf in der Nähe einen 20-Jährigen an, der angab, Zeuge der Tat gewesen zu sein. Der Staatsschutz ermittelt und überprüft auch die Rolle des jungen Mannes. Die Polizei habe die Präsenz an den Jüdischen Einrichtungen in Mannheim noch einmal erhöht.

Bürgermeister verurteilt den Angriff

Bürgermeister Christian Specht traf am Donnerstagmorgen mit der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Mannheim, Rita Althausen, vor Ort zusammen und verurteilte den Angriff. „Unsere Solidarität gilt der Jüdischen Gemeinde und ihren Mitgliedern“, betonte Specht. „Eine Übertragung von äußeren Konflikten in unsere Stadt darf es nicht geben.“

Nach den Angriffen auf Synagogen in Deutschland reagieren die Sicherheitsbehörden in Baden-Württemberg derzeit mit erhöhter Wachsamkeit. Nach der Eskalation des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern waren vor Synagogen israelische Flaggen angezündet und beschädigt worden.

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