Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki Foto: dpa/Ronald Wittek

Ein paar Scheinreformen aus Warschau reichen, um Geld zu bekommen, welches von der EU blockiert worden ist. Das könnte sich rächen, kommentiert Christian Gottschalk.

Über Monate, über Jahre hinweg ist Polen das tief schwarze Schaf in der Europäischen Herde gewesen. Die Windungen und Irrungen, im Streit um die Rechtsstaatlichkeit sind nicht mehr zu überblicken gewesen. Die polnische Regierung hat die Justiz am Gängelband geführt, und unter dem Titel Reform dafür gesorgt, dass die der Regierung unliebsamen Richter den Mund halten. Der Europäische Gerichtshof hat das polnische Vorgehen regelmäßig gerügt, die EU hat schließlich dort gehandelt, wo es weh tut. Am Geldhahn. Nun reiben sich die Vertreter der reinen Lehre entsetzt die Augen. Ein paar Scheinreformen aus Warschau reichen, und das Geld fließt.

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