Blick auf die Alb vom Stumpenhof aus. Foto: Roberto Bulgrin

Vor 300 Jahren – am 18. Februar 1722 – wurde der Plochinger Stadtteil Stumpenhof erstmals urkundlich erwähnt. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden hier Heimatvertriebene ein neues Zuhause.

Plochingen - Denkt man an den Stumpenhof, fallen einem zuerst das Restaurant und der Aussichtsturm ein, der einen fantastischen Ausblick über die Schwäbische Alb bietet. Mit dem Waldkindergarten, dem Kletterwald und der Bühleiche gibt es noch mehr Highlights auf der Anhöhe über Plochingen. Man komme gerne von der Stadt hoch, fasst es Joachim Hahn zusammen. Der Theologe, Heimatforscher und Plochinger Stadtrat hat sich mit der ebenfalls lokalhistorisch engagierten Stadträtin Dagmar Bluthardt intensiv mit der Geschichte des Stumpenhofs beschäftigt. In Kooperation mit der Plochinger Kulturamtsleiterin Susanne Martin haben die beiden eine Publikation zum 300-jährigen Bestehen verfasst. Denn der Stumpenhof hatte seine Anfänge einst als Aussiedlerhof im 18. Jahrhundert – der erste Beleg ist in einem Lagerbuch aus dem Stadtarchiv urkundlich auf den 18. Februar 1722 dokumentiert. Groß geworden ist er in den 1950er-Jahren, als der Architekt Heinz Rall die „Vorstadt“ Stumpenhof plante, um für zahlreiche Menschen aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten eine neue Heimat zu schaffen. Gefeiert wird das Jubiläum am 10. und 11. September mit dem Stumpenhoffest, bei dem auch die Broschüre erscheinen wird. Und auf das sich der Plochinger Bürgermeister Frank Buß ganz besonders freut. Denn das sei eine Gelegenheit, die Identität des Stadtteils auszudrücken. Als ursprüngliche Wohnsiedlung für Heimatvertriebene habe sich dort eine ganz eigene Gemeinschaft entwickelt. Pünktlich zum 300-jährigen Bestehen wird auf dem Stumpenhof zudem ein neues Kapitel aufgeschlagen. Die neue Außenstelle des Landratsamts hat auf dem Gelände des ehemaligen Kreiskrankenhauses ein neues Zuhause gefunden – auch sie soll am Samstag, 10. September, bei einem Tag der offenen Tür vorgestellt werden.

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