Der AMC Mittlerer Neckar ist Gastgeber beim Saisonauftakt im ADAC-Parcours-Racing und stellt gleich den Sieger.
Zum 32. Mal seit 1992 war der AMC Mittlerer Neckar Esslingen Gastgeber des bundesweiten Saisonauftakts im ADAC-Parcours-Racing. Da diese Traditionsveranstaltung auch als erster Wertungslauf zum deutschen Parcours-Racing-Cup 2026 gewertet wird, kamen Teilnehmende aus ganz Deutschland auf das Sportgelände Hintere Halde in Deizisau. Trotz Trainingsrückstand und ersatzgeschwächt zeigte das AMC-Team in diesem hochkarätigen Feld schon eine sehr gute Frühform und brachte am Ende drei Fahrer unter die Top fünf: Vorjahressieger Marcel Drewes setzte sich erneut durch und schlug im Finale den badischen Meister Ralf Müller vom MSC Grötzingen. Platz vier ging an Ralph Wucherer, Günther Schmidt belegte Rang fünf.
Beim ADAC-Parcours-Racing nimmt immer nur ein Starter den Kampf gegen die Uhr auf. Beim Esslinger Auftakt-Event dagegen treten auf zwei identischen parallelen Strecken jeweils zwei Starter im direkten Duell gegeneinander an. Aus der Vorrunde, die in Vierergruppen ausgetragen wurde, qualifizierten sich die Gruppenbesten für die Endrunde, die ab dem Achtelfinale im K.o.-System bis zum Finale ausgefahren wurde.
Vier AMCler im Viertelfinale
In der Vorrunde schafften es in Roger Böhm vom MSC „Hermannsdenkmal“ Detmold und Günther Schmidt vom heimischen AMC zwei Fahrer, in allen Duellen ungeschlagen zu bleiben. Auch in den anderen Gruppen setzten sich die Favoriten zumeist souverän durch, alle gestarteten AMCler schafften den Sprung ins Achtelfinale.
Die Auslosung sorgte dafür, dass es bereits in dieser Runde zu hochkarätigen Duellen kam. So traf Mitfavorit Thomas Grambitter vom IMC Ilvesheim recht früh auf den achtfachen deutschen Meister Roger Böhm. Der Lancia-Pilot aus Nordrhein-Westfalen setzte sich knapp durch. Das engste Rennen lieferten sich Ralf Müller und Ines Schmitt. Die bayerische Meisterin schied als letzte Amazone unglücklich aus. Vom Aufgebot des AMC schafften vier Starter den Sprung ins Viertelfinale.
Dort kam es zum ersten Esslinger K.o.-Duell und wie im Vorjahr trafen Klaus Oswald und Wucherer aufeinander. Sie lagen nach der ersten Runde noch gleichauf, im zweiten Umlauf leistete sich Klaus Oswald einen entscheidenden Fahrfehler und so nahm Wucherer auf seinem Alfa Romeo Revanche für die Niederlage vom vergangenen Jahr. Erwartungsgemäß setzten sich Roger Böhm gegen Günther Schmidt und Marcel Drewes gegen Marcel Konrad vom MSC Grötzingen durch. Das Halbfinale komplettierte Ralf Müller mit einem Erfolg gegen Mica Böhm vom ADAC Ostwestfalen-Lippe.
Im Halbfinale standen somit noch zwei Esslinger Piloten, die dann auch gleich gegeneinander antreten mussten. Der amtierende deutsche Vizemeister Drewes wurde seiner Favoritenrolle gerecht und schickte Teamkollege Wucherer deutlich ins kleine Finale. Unerwartet war dagegen das Ergebnis des zweiten Halbfinales: Müller profitierte von einem kleinen Fehler von Top-Favorit Roger Böhm und erreichte als erster badischer Fahrer seit 2017 das Finale. Böhm startete ins Rennen um Platz drei von dieser Niederlage gut erholt und verwies Wucherer auf den undankbaren 4. Platz.
Zwei Polos im Finale
Am Start beim Finale standen damit die beiden VW Polos von Vorjahressieger Drewes und erstmals der von Müller. Das Esslinger Aushängeschild präsentierte sich in bestechender Form, blieb erneut fehlerlos und ließ dem badischen Meister so keine Chance.
Mit dem ersten Erfolg in der noch jungen Saison übernahm der Deizisauer auch die Führung im deutschen Parcours-Racing-Cup 2026. Die nächsten Läufe werden in Osnabrück, Bad Brückenau, Oelde/Westfalen und Kiel ausgetragen.