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Eier anmalen und den Osterhasen suchen ist ein buntes Spektakel für die ganze Familie.

Auch wenn Ostern einen religiösen Ursprung hat: Heutzutage stehen eher Ostereier und Schokoladenhasen im Vordergrund des Geschehens. Besonders für Familien mit Kindern ist Ostern dank Eiersuche und Süßigkeiten ein Highlight. Die Eßlinger Zeitung gibt Tipps, wie man Ostern mit Kindern zu einem echten Erlebnis machen kann.

Der Ursprung des Osterfestes
Ostern geht auf das Neue Testament zurück, genauer gesagt auf die Auferstehung Jesu Christi nach dessen Tod am Kreuz. Ostern gilt als das bedeutsamste Fest im Christentum, und es haben sich diverse Osterbräuche und Traditionen entwickelt. So handelt es sich außerdem um ein Frühlingsfest, bei dem das Ende der dunklen Jahreszeit und der Frühlingsbeginn gefeiert werden. Die Natur erwacht aus dem Winterschlaf und die Tage werden heller und freundlicher.

Das Spiel des Lichtes erkennt man auch im Osterfeuer wieder, einer der am weitesten verbreiteten Bräuche. Dabei symbolisiert das Osterfeuer das Licht der Welt und das Ende des Winters. In vielen Regionen Deutschlands wird ein Osterfeuer für die Einwohner ausgerichtet, wobei es ortsabhängig entweder am Karsamstag oder am Ostersonntag stattfindet. Dazu werden Holzstämme, Sträucher und Äste aufgetürmt und in der Dunkelheit angezündet. Besonders in ländlichen Regionen handelt es sich um ein richtiges Event, bei dem sich Nachbarn treffen und in geselliger Runde feiern.

Bunte Ostereier gemeinsam erschaffen
Kleine Kinder verbinden mit Ostern jedoch vor allem den Osterhasen und bunte Eier. So gibt es einen Brauch namens Eierschieben, bei dem Kinder am Ostersonntag Ostereier einen Hügel runterrollen lassen und gewinnen, wenn ihr Ei unversehrt unten ankommt oder die weiteste Strecke zurückgelegt hat. Auch wenn sich um das Ei an sich viele Mythen ranken - das Osterei symbolisiert im Christentum Wiedergeburt und Fruchtbarkeit, und das Eierfärben hat sich zu einer echten Kunst entwickelt.

Diesen Brauch kann man wunderbar gemeinsam mit den Kindern begehen. Ein paar Tage vor Ostern setzt man sich zusammen und verziert Eier - entweder mit gefärbtem Wasser, in dem man die Eier kocht, oder mit Pinsel und Farbe.

Ostereier verstecken und suchen
Außer am Färben haben Kinder viel Freude am Suchen der Eier, die der Osterhase versteckt hat. Die Erzählung, dass ein Hase die Ostereier bringt, hat sich allerdings erst in der Populärkultur entwickelt. Im schweizerischen Emmental war es im 19. Jahrhundert beispielsweise noch der Kuckuck, der für die Eier zuständig war. Mittlerweile ist das Motiv des Osterhasen an Ostern auch bei den Süßigkeiten präsent.

Für die Eltern ist es immer wieder eine Herausforderung, die Ostereier für die Kleinen zu verstecken. Schließlich muss man einen Mittelweg finden zwischen zu leichten und zu herausfordernden Verstecken. Letztlich zählt aber, dass man als ganze Familie an diesem Osterbrauch beteiligt ist - an diesem Tag zählen weniger die bunten Geschenke als vielmehr das gemeinsame Miteinander.

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