Gesunder Schlaf ist lebenswichtig. Trotzdem leidet ein Großteil aller Deutschen an Schlafstörungen. Foto: dpa

Gesunder Schlaf ist lebenswichtig. Trotzdem leidet ein Großteil aller Deutschen an Schlafstörungen. Was gesunder Schlaf bedeutet und wie man am besten zur optimalen Nachtruhe findet.

Gesunder Schlaf ist lebenswichtig. Trotzdem leidet ein Großteil aller Deutschen an Schlafstörungen. Ob es ums Einschlummern oder Durchschlafen geht: Wer mit der Nachtruhe regelmäßig Probleme hat, muss mit negativen Auswirkungen auf die Gesundheit und den Alltag rechnen. Von Konzentrationsstörungen bis hin zu Krankheitsanfälligkeit und psychischen Problemen sind zahlreiche Folgen denkbar. Umso wichtiger ist das Wissen, was gesunder Schlaf bedeutet und wie man am besten zur optimalen Nachtruhe findet.

Wieso ist Schlaf so wichtig?

Etwa zehn Prozent der Deutschen schlafen schlecht. Oftmals liegt es am Stress im Berufsleben, aber auch gesundheitliche und familiäre Probleme rauben vielen Menschen den Schlaf. Leider – denn Schlafen ist für die körperliche und geistige Gesundheit unersetzlich. Nicht umsonst verschläft der Mensch knapp ein Drittel seines Lebens.

Die Nachtruhe ist zur körperlichen und geistigen Regeneration vorgesehen. Funktionen wie der Herzschlag und Blutdruck werden im Schlaf heruntergefahren, damit der Organismus seine gesamte Energie auf die Instandhaltung konzentrieren kann. Insbesondere das Immunsystem ist in der Nacht hochaktiv. Einerseits werden während in der Ruhephase viele Stoffe abgegeben, die zur Immunabwehr beitragen. Auf der anderen Seite können sich Immunzellen im körperlichen Ruhezustand umso mehr auf die Abwehr von Krankheitserregern konzentrieren. Auch das Gehirn macht sich die Nachtruhe zunutze. So vor allem zur Verarbeitung der Tagesereignisse. Neue Synapsen entstehen im Schlaf. Informationen wandern aus dem Kurz- ins Langzeitgedächtnis.

Was ist guter Schlaf?

Laut Forschern der National Sleep Foundation erlebt man guten Schlaf, wenn man maximal eine halbe Stunde zum Einschlafen braucht und während der Nacht höchstens einmal aufwacht. Hierbei sollte der Wachzustand maximal 20 Minuten pro Nacht betragen. Zudem sollte man sich am nächsten Morgen erholt fühlen. Wie lange man jede Nacht zur Erholung benötigt, ist individuell. Experten sprechen von fünf bis zehn Stunden. Zumindest die Tiefschlafphase sollte erreicht werden, damit der Regenerationseffekt ungestört eintreten kann. Obwohl sich alle Menschen im Schlaf bewegen, ist zu viel Bewegung kontraproduktiv für die Schlafqualität.

Für eine möglichst ruhige Nacht spielt die Matratze eine entscheidende Rolle. Viele Menschen entspannen auf solchen Modellen besser, die wenig Druck auf den Körper ausüben – beispielsweise einer Wasserbettmatratze.

Wie verbessert man seine Schlafqualität?

Um in Zukunft besseren Schlaf zu genießen, raten Experten dazu, verschiedene Grundregeln und Erholungsmechanismen zu befolgen. So hilft es beispielsweise, ein Sorgenbuch zu führen, um im Bett nicht mehr zu grübeln. Das Schlafzimmer sollte nicht als Aufenthaltsraum, sondern nur zum Schlafen genutzt werden. Vor allem in den Abendstunden sollten weder Koffein noch Alkohol konsumiert werden – beruhigende Kräutertees sind hingegen förderlich. Ein kurzes Mittagsschläfchen kann beim abendlichen Zubettgehen helfen, das jeden Tag zur gleichen Zeit erfolgen sollte. Auch das Abendessen sollte nicht zu spät eingenommen werden. Tägliche Bewegung im Freien ist ebenfalls empfehlenswert – abendlicher Sport sollte dagegen vermieden werden.

Temperaturen bis 17 Grad sowie eine Luftfeuchtigkeit zwischen 45 und 65 Prozent bieten im Schlafzimmer ein ideales Raumklima. Störgeräusche wie tickende Uhren, schnarchende Partner und mediale Reizüberflutung gilt es ebenfalls zu vermeiden. Falls sich die Nachtruhe trotz diesen Tipps nicht verbessert, kann eine Übernachtung in einem Schlaflabor bei der Ursachenforschung helfen.

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