Der Joseph-Süß-Oppenheimer-Platz in der City – oder vielmehr der Nichtplatz. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Joseph Süß Oppenheimer, der in Stuttgart Opfer eines Justizmords geworden ist, hat endlich einen würdigen Platz verdient, findet Lokalchef Jan Sellner.

Stuttgart - Die Geschichte des Joseph Süß Oppenheimer ist oft erzählt worden. Es ist die im Absolutismus spielende, beschämende Geschichte eines jüdischen Außenseiters, der es bis zum Finanzminister brachte, dann gestürzt, verhaftet und zum Tod verurteilt wurde. Es ist die Geschichte eines Opfers von staatlicher Willkür, von Neid und Judenfeindlichkeit – weit über seinen grausamen Tod hinaus. Die Nazis missbrauchten sie für ihre antisemitische Hetze. Im Film „Jud Süß“ von Veit Harlan entwuchs daraus ein dämonisches Zerrbild jüdischen Lebens – 20 Millionen Zuschauer wurden damit indoktriniert.

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