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Deutsche Banken sind vom technischen Fortschritt nicht unberührt. Während 2017 noch über 1.800 Banken in Deutschland zählte, hat sich diese Zahl seither verringert. Mehr Interesse an Banking-Apps, Online-Trading, Chat-Bots und Live-Streaming-Beratungen reduziert die direkte Notwendigkeit von physischen Banken. Um mit neuen Trends mithalten und weiterhin Kunden gewinnen zu können, verändern moderne deutsche Finanzinstitute nach und nach ihre Strategien und Angebote. Es folgt ein Blick auf den neuesten Stand des Bankings.

24 Stunden erreichbar dank App

Im Jahr 2019 ist die durchgehende Erreichbarkeit aller Services für Kunden ein Muss: Schrieb man früher noch eine Überweisung per Hand oder überprüfte Kontoauszüge direkt am Automaten, so nutzt heute ein großer Teil der Kunden das Online-Banking: Exakt 50 Prozent der Bundesbürger verfügten 2018 über einen Online-Banking Account, ein Plus von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Über dedizierte Apps ist es den Kunden möglich, viele Banking-Vorgänge per Smartphone oder Tablet zu erledigen. Überweisungen, Daueraufträge oder das Abfragen von Umsätzen können so von unterwegs aus übernommen werden. Gerade Überweisungen sind dank Online-Banking deutlich komfortabler als in der Filiale vor Ort, da sie innerhalb weniger Sekunden erledigt sind. Auch die Überweisung von Geldbeträgen von Handy zu Handy ist mit der App möglich.

Wichtige Trends

Den Trend zum 24-Stunden Banking sieht man nicht nur an Überweisungen über das Netz: Sparkassen, Volksbanken und weitere renommierte Banken des Landes bieten inzwischen standardisierte Investments über das Internet an - wie zum Beispiel „Mein Invest“ bei den Volksbanken. Hier können die Nutzer mit nur wenigen Klicks ein eigenes Depot erstellen.

Noch deutlicher zeigt sich die Entwicklung beim ernsthaften Trading: Die 24-Stunden Turbos des Trading-Experten IG beispielsweise ermöglichen es als erstes Programm weltweit, rund um die Uhr im Internet und ohne Kommissionen zu handeln. Die hier gehandelten Turbozertifikate, auch Turbo24 genannt, sind physische, übertragbare Wertpapiere, sind abgeleitet von einem zugrunde liegenden Vermögenswert und für alle deutschen Anleger verfügbar.

Und auch digitale Frageassistenten sowie Chat-Bots zeigen, wohin die Reise geht: Diese bei wichtigen Fragen zu jeder Tageszeit verfügbaren Programme stehen immer mehr Kunden zur Verfügung - auch bei den Sparkassen, die Mitte 2018 den Chatbot „Linda“ einführten

Beratung per Stream

Ein weiteres Beispiel für die Modernisierung des Bankenwesens in der Bundesrepublik: Inzwischen gibt es vermehrt die Möglichkeit, Beratungsgespräche auch per Videostreaming durchzuführen. Hat der Nutzer bereits einen Online-Account bei einem Bankinstitut eingerichtet, können geschulte Berater auch direkt von Zuhause aus erreicht werden. Es entfallen demnach lästige Anfahrtswege und oft können die Termine flexibler gelegt werden. Auf diese Weise bieten Banken gerade jungen Kunden die Möglichkeit, sich auf moderne Art finanztechnisch beraten zu lassen. Denn Streaming ist im Trend. Insgesamt 22,7 Millionen Deutsche nutzen inzwischen Streaming-Dienste im Netz, dazu kommen Angebote wie Skype oder FaceTime, welche Telefonanrufe per Video ermöglichen.

Fazit

Banken in Deutschland sind prinzipiell gut aufgestellt und für den Trend des 24-Stunden Bankings gerüstet. Banking und rudimentäre Anlagen per App, Beratungsgespräche per Streaming: Mit dem Blick auf die schnellen technischen Entwicklungen auf dem Markt fällt das Urteil äußerst positiv aus. Lediglich erfahrene Trader, sowie Interessenten von weiterführenden Anlagemethoden, müssen weiterhin auf andere Angebote, inzwischen oft ebenfalls über das Internet, ausweichen.

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