Egal, ob leichte Komödie oder der Roman eines Bestseller-Autors – Wintersport findet sich immer wieder in der Kultur. Foto: /STZN

Passend zu den Olympischen Winterspielen gibt es allerlei Bücher, Filme und Serien, die sich mit dem Thema Wintersport befassen. Hier eine Auswahl.

Wenn aktuell bei den Olympischen Winterspielen um Punkte, Meter und hundertstel Sekunden gekämpft wird, richtet sich der Blick der Welt wieder auf Eisbahnen, Sprungschanzen und Skipisten. Und auch abseits der Spiele in Italien, in Literatur und Film ist Wintersport sehr beliebt – vor allem bei einem jungen Publikum.

Romane und Serien rund um Eishockey, Eiskunstlauf oder Skirennen feiern große Erfolge in den sozialen Netzwerken und auf Plattformen wie Booktok. Sie zeigen, dass Wintersport längst nicht mehr nur Sportberichterstattung ist, sondern emotionales Erzählmaterial.

Eine Sammlung rund um das Thema Wintersport:

Filme

Robert Redford im Film „Downhill Racer“. Foto: imago images/Mary Evans

1. Downhill Racer (1969)

In diesem Drama von Michael Ritchie spielt der junge Robert Redford einen ambitionierten alpinen Skirennfahrer, der sich in den harten Weltcup-Rennen beweisen will. Statt Heldenglorifizierung zeigt der Film den Skirennsport als psychologischen Machtkampf: Ehrgeiz, Ego und nationale Erwartungen stehen im Mittelpunkt.

2. The Cutting Edge (1992)

In dieser romantischen Komödie aus dem Jahr 1992 versuchen eine temperamentvolle Eiskunstläuferin und ein arroganter ehemaliger Eishockeyspieler als Eiskunstlaufpaar die olympische Goldmedaille zu gewinnen.

3. Streif – One Hell of a Ride (2014)

„Streif – One Hell of a Ride“ ist ein österreichischer Dokumentarfilm, der die fünf Rennfahrer Aksel Lund Svindal, Erik Guay, Max Franz, Hannes Reichelt und Juryj Danilatschkin bei ihrer Vorbereitung auf das Hahnenkammrennen 2014 auf der Streif begleitet – der wohl gefährlichsten Abfahrtsstrecke der Welt.

Serien

Brayden und Adriana in der Netflix-Serie „Finding her Edge“. Foto: IMAGO/Landmark Media

4. Spinning Out (2020, Netflix)

Die junge Eiskunstläuferin Kat Baker (Kaya Scodelario) hat nach einem schweren Sturz Angst auf dem Eis. Hinzu kommt die Ablehnung durch ihre Mutter, die wie Kat selbst an einer bipolaren Störung leidet. Als sich die Gelegenheit für einen Neustart als Paarläuferin mit ihrem Jugendfreund Justin Davis ergibt, versucht Kat weiterhin, ihre Erkrankung zu verbergen. Die Serie verknüpft das Eiskunstlauf-Setting mit Themen wie psychischer Gesundheit, familiärem Druck und Leistungsangst.

5. Heated Rivalry (2026, HBO Max)

Keine TV-Serie sorgt derzeit für so viel Aufsehen wie diese: Der Kanadier Shane Hollander (Hudson Williams) und der Russe Ilya Rozanov (Connor Storrie) sind die Starspieler zweier rivalisierender Eishockeyclubs in der nordamerikanischen Profiliga. Dass sie auch ein Liebespaar sind, ist aber ihr großes Geheimnis.

6. Finding her Edge (2026, Netflix)

Die kanadische Coming-of-Age-Serie basiert auf dem gleichnamigen Roman von Jennifer Iacopelli. Im Mittelpunkt stehen drei Schwestern, die mit dem Druck ihres Familienerbes im Eiskunstlauf kämpfen. Adriana trainiert mit ihrem neuen Partner Brayden, während sie zugleich Gefühle für ihren Ex-Partner Freddie hegt. Eine inszenierte PR-Romanze mit Brayden verkompliziert die Situation zusätzlich und verschärft den inneren Konflikt der jungen Athletin.

7. Glitter & Gold (2026, Netflix)

Diese Doku-Serie begleitet drei der weltbesten Eistanz-Paare auf ihrem Weg zu olympischem Gold: die US-Amerikaner Madison Chock und Evan Bates, die Kanadier Piper Gilles und Paul Poirier sowie das französische Duo Guillaume Cizeron und Laurence Fournier-Beaudry. Im Mittelpunkt stehen nicht nur Choreografien und Wettkämpfe, sondern auch die oft lebenslangen Partnerschaften der Eistänzer sowie der enorme Druck, der den Weg an die Spitze begleitet.

Romane

Romane über den Schnee und seine Sportarten. Foto: Diogenes/LYX/Residenz Verlag

8. „Der letzte Sessellift“ von John Irving

Dieser fast 1100 Seiten schwere Roman des amerikanisch-kanadischen Autors John Irving führt durch ein winterlich verschneites Literaturmassiv, queere Lebenswelten und amerikanische Zeitgeschichte.

John Irving: Der letzte Sessellift. Diogenes Verlag. 1088 Seiten, 36 Euro.

9. „Icebreaker“ von Hannah Grace

Das Cover dieses über Booktok bekannt gewordene Buchs täuscht. Zwischen den rosafarbenen Buchdeckeln stecken wenig kinderfreundliche Eisprinzessinnen-Geschichten, dafür viel College-Eishockey und Sex. Wie es im Genresprech heißt: Spicy!

Hannah Grace: Icebreaker. LYX Verlag. 560 Seiten, 16 Euro.

10. „Kein Schnee, nimmermehr“ von Antje Rávik Strubel

Der schwedische Skilanglaufwettbewerb Vasalaufs ist ein Klassiker und selbst geübte Läufer sind viele Stunden unterwegs. Lang genug, um über unterschiedliche Aspekte des Skifahrens nachzudenken: über Einsamkeit und Gruppenzwang, Expertentum und Mode, darüber, dass die erste Frau in Hosen eine Skifahrerin war und österreichische Radfahrer den alpinen Skiwettkampf erfanden. Schriftstellerin Antje Rávik Strubel nutzt den von ihr absolvierten Skilanglauf um über Sport, Literatur und das Leben zu schreiben.

Antje Rávik Strubel: Kein Schnee, nimmermehr. Residenz Verlag. 101 Seiten, 20 Euro.