Patrick Moster (links) muss nach seiner Entgleisung die Heimreise antreten. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Rad-Sportdirektor Patrick Moster muss nach seiner rassistischen Entgleisung bei den Olympischen Spielen in Tokio vorzeitig die Heimreise antreten. Das entschied der Deutsche Olympische Sportbund am Donnerstag.

Tokio - Radsport-Funktionär Patrick Moster wird nach seiner rassistischen Entgleisung nun doch vorzeitig nach Hause geschickt. Mit einem Tag Verspätung entschied der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), dass der Sportdirektor des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) von den Olympischen Spielen abreisen müsse.

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„Wir sind weiterhin davon überzeugt, dass seine öffentliche Entschuldigung für die gestern von ihm getätigte rassistische Äußerung aufrichtig ist. Mit dieser Entgleisung hat Herr Moster jedoch gegen die olympischen Werte verstoßen. Fairplay, Respekt und Toleranz sind für das Team D nicht verhandelbar“, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann.

Moster hatte während des Zeitfahrens der Männer am Mittwoch den deutschen Fahrer Nikias Arndt mit den Worten „hol die Kameltreiber, hol die Kameltreiber, komm“ angefeuert. Vor Arndt waren der Eritreer Amanuel Ghebreigzabhier und der Algerier Azzedine Lagab im Kampf gegen die Uhr auf die Strecke gegangen.

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