Auf den Wahlplakaten hat Tobias Degode den Blick fest in Richtung Rathaus gerichtet. Am 1. Dezember zieht er dort ein. Foto: Simon Granville

Der Leonberger Wahlausschuss bestätigt das Ergebnis vom Sonntag: Der 38-Jährige holt 50,89 Prozent der abgegebenen Stimmen – und zieht am 1. Dezember ins Rathaus ein.

Der Jubel schallte schon am Sonntagabend durchs Leonberger Rathaus. Doch jetzt kann sich Tobias Degode seines Wahlsiegs auch von Amts wegen sicher sein. Denn der Gemeindewahlausschuss der Stadt Leonberg hat in seiner Sitzung am Dienstagabend offiziell festgestellt, dass der 38-Jährige bei der OB-Wahl in der Großen Kreisstadt 50,89 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten hat.

Mit genau 8352 Voten hat er mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen bekommen und wurde damit im ersten Wahlgang zum neuen Oberbürgermeister von Leonberg gewählt. Der parteilose Politiker, der von der CDU und den Freien Wählern unterstützt wird, übernimmt am 1. Dezember das Amt von Martin Georg Cohn (SPD), der vor acht Jahren zum OB gewählt wurde und nicht mehr kandidiert hatte.

Landrat Roland Bernhard (rechts) gratuliert dem gewählten OB von Leonberg. Foto: Simon Granville

Die weiteren offiziellen Ergebnisse: Marion Beck 5309 Stimmen (32,35 Prozent); Josefa von Hohenzollern 1810 Stimmen (11,03 Prozent); Willi Kerler 736 Stimmen (4,48 Prozent) und Marisa Betzler 192 Stimmen (1,17 Prozent).

Cohn: „Ich wünsche ihm viel Erfolg und eine glückliche Hand“

„Ich gratuliere Tobias Degode sehr herzlich zu seiner Wahl zum neuen Oberbürgermeister unserer Stadt und wünsche ihm für die kommenden Aufgaben viel Erfolg und eine glückliche Hand“, erklärte der amtierende OB Cohn. „Mein besonderer Dank gilt sowohl den Wählerinnen und Wählern als auch besonders den zahlreichen ehrenamtlichen Wahlhelferinnen und Wahlhelfern. Mit Ihrem großen Engagement haben Sie einen reibungslosen Ablauf der Wahl möglich gemacht.“

Die Stimmen waren am Sonntagabend zügig ausgezählt worden. Nachdem die Wahllokale um 18 Uhr geschlossen hatten, stand bereits gegen 19.15 Uhr das vorläufige Endergebnis fest, das jetzt in der Sitzung des Wahlausschusses bestätigt wurde.

Josefa von Hohenzollern will wieder ins Amt

Der künftige Oberbürgermeister der 50 000-Einwohner-Stadt Leonberg ist momentan noch Verwaltungsleiter des Kulturamtes in der nordrhein-westfälischen Landesmetropole Düsseldorf mit einem Etat von rund 100 Millionen Euro. Er will sich in den nächsten Tagen mit dem noch amtierenden OB wie auch mit Josefa von Hohenzollern treffen. Die Erste Bürgermeisterin ist momentan von Cohn mit einem Dienstverbot belegt, möchte aber mit dem Antritt des neuen Verwaltungschefs die Amtsgeschäfte wieder aufnehmen.

Degode, der das Finanzdezernat übernehmen will, hat im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt, bei den aktuellen Haushaltsberatungen bereits mitwirken zu wollen. Dies hänge aber von der Bereitschaft seines noch amtierenden Vorgängers ab.