Zehntausende fröhliche Menschen genossen am Dienstag den Faschingsumzug in Stuttgart. OB Frank Nopper zog ein positives Fazit, auch wenn die Todesfahrt in Mannheim bei allen Beteiligten eine Rolle spielte.
Stuttgarts OB Frank Nopper zieht ein sehr positives Fazit nach dem Faschingsumzug mit etwa 90.000 Besuchern durch die Stuttgarter Innenstadt am Dienstag. „Die Entscheidung war rückblickend richtig, den Umzug nicht abzusagen“, sagte der OB gegenüber unserer Zeitung mit Blick auf die mutmaßliche Amoktat in Mannheim einen Tag zuvor, als ein Autofahrer mit seinem Wagen in eine Menschenmenge raste und zwei Menschen tötete. Vor allem in schwierigen Zeiten sei es wichtig, „Mut, Zuversicht und Optimismus auszustrahlen“, so der OB.
Noppers Gedanken seien auch während des Umzugs bei den Opfern von Mannheim gewesen. Zudem hätten vergleichbarer Ereignisse in der letzten Zeit in Deutschland das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum beschädigt.
Hohe Sicherheitsmaßnahmen
„Wir haben Sicherheitsmaßnahmen unternommen, wie wir sie in Stuttgart in dieser Dimension noch nie hatten“, sagte Nopper mit dem Hinweis, dass es hundertprozentige Sicherheit niemals geben könne.
Dennoch vermochte Stuttgarts Oberbürgermeister den Umzug auch zu genießen. Er fuhr dem Umzug an zweiter Stelle in einem Oldtimer nach dem „Antenne 1“-Wagen vorneweg, begleitet von seiner Frau Gudrun Nopper und dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Alexander Kotz sowie dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Stefan Conzelmann.
Besonders viel Spaß habe Nopper das Verteilen der Bonbons gemacht und zu sehen, dass die schlimmen Vorkommnisse der letzten Zeit der Stimmung keinen Abbruch getan hätten. Während die Narren bis in den späten Abend weiterfeiern, muss Nopper wieder „den nüchterneren und sachlicheren“ Amtsgeschäften nachgehen, wie er sagte.