Häufiges „Spektakel“ im November in Stuttgart: Buntes Laub, aber sonst kaum Lichtblicke. Foto: imago/Arnulf Hettrich

Vor einem Jahr versank Stuttgart im November quasi im Regen. In diesem Jahr fiel deutlich weniger Niederschlag. Doch das Wetter in der Landeshauptstadt war bis auf ein paar Lichtblicke so wie man es erwartet – doch ziemlich ungemütlich.

Um fünf Uhr am Nachmittag ist es schon dunkel, morgens drücken fahles Licht und Nebel aufs Gemüt. Und wenn es dann doch mal richtig hell wird, tauchen plötzlich orange gekleidete Offizielle mit Ohrenschützern auf und blasen mit benzingetriebenen Turbo-Laubbläsern dröhnend alles zusammen, was Bäume und Sträucher so fallen lassen. Dabei werden Millionen von wertvollen Mikroorganismen und Insekten sowie etliche friedliche Kleintiere gleich mitverwirbelt, während männliche Gärtlesbesitzer angesichts der PS-Armada mit ihren schwachbrüstigen Akku-Bläserle in Herbstdepression verfallen. Kurzum – der November ist eigentlich kein Monat, sondern eine Zumutung. Vor allem meteorologisch. Feuchtkalte Tristesse mit dauernassen Straßen und dem hysterischen Lachen im Autohaus, wenn man einen Termin zum Reifenwechsel vor dem 1. Advent haben will. Braucht kein Mensch. Und auch der November 2024 mühte sich in Stuttgart tapfer ins Klischee, wenn auch nicht immer.

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