Das gebiet um die Brühe wurde weitläufig abgesperrt. (Symbolfoto) Foto: dpa/Patrick Seeger

Eine stinkende Brühe und ein toter Vogel lösen einen Gefahrstoffeinsatz in Nordrhein-Westfalen aus. Gefährliche Chemikalien? Nein – ausgelaufene Bierdosen, die begonnen haben, zu stinken.

Grevenbroich - Stinkende Bierbrühe hat im nordrhein-westfälischen Grevenbroich einen Gefahrstoffeinsatz ausgelöst. Ein Lkw-Fahrer war auf die von einem geparkten Sattelauflieger tropfende und zunächst unbekannte Flüssigkeit aufmerksam geworden, wie die Feuerwehr am Dienstagabend mitteilte. Als der Mann auch noch einen toten Vogel hinter dem Anhänger entdeckte, alarmierte er die Feuerwehr.

Da sich neben dem Fahrzeug bereits eine größere Lache der gelbbraunen Brühe gebildet hatte, löste der Einsatzleiter der Feuerwehr einen Gefahrstoffeinsatz aus. Das Gebiet wurde weiträumig abgesperrt, ein Trupp Feuerwehrleute rüstete sich mit Chemikalienschutzanzügen aus, weitere Löscheinheiten und Spezialisten wurden zum Einsatzort beordert.

Eine unerwartete Wende nahm der Einsatz, als der Erkundungstrupp den Sattelauflieger öffnete: Statt Fässer oder Container mit gefährlichen Chemikalien fanden die Feuerwehrleute auf dem Hänger tausende Dosen Bier belgischer, niederländischer, spanischer und polnischer Brauereien.

Mehrere der Bierpaletten waren in dem Auflieger offenbar schon vor geraumer Zeit umgestürzt und unzählige Dosen leckgeschlagen. Die gärende Brühe tropfte dann auf die Straße und entwickelte dabei einen zwar beißenden, letztendlich aber ungefährlichen Geruch.

Die Feuerwehr konnte daraufhin wieder abrücken - nach einem der „ungewöhnlichsten Einsätze“ seit Jahren, wie die Helfer berichteten.

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