Das Böse ist immer und überall: Faith (Lin Shaye) erlebt blutige Momente im Grusel-Film „The Grudge“. Foto: Sony Pictures - Sony Pictures

Grusel-Fans dürfen sich auf ein starkes Kinojahr einstellen: Filme wie „The Grudge“ und „Underwater“, die bereits zum Jahresanfang starten, sind nur der Anfang. Selbst der legendäre „Halloween“-Maskenkiller Michael Myers treibt wieder sein Unwesen.

EsslingenIm April wird sie 30: Die vor allem durch ihren Auftritt als Bella Swan in den Verfilmungen der „Twilight“-Romane bekannt gewordene Kristen Stewart, zu deren Kino-Portfolio Werke wie „Into the Wild“, „Still Alice“ oder „Die irre Heldentour des Billy Lynn“ zählen. In William Eubanks „Underwater – Es ist erwacht“ begibt sich Stewart nun auf ungewohnt gruseliges Terrain. Und dem Kinopublikum steht in diesem Jahr noch mehr Nervenkitzel ins Haus.

In „Underwater“ geht es um eine Gruppe von Wissenschaftlern, die tief unter Wasser von einem Seebeben heimgesucht wird, das ihre Forschungsstation schwer in Mitleidenschaft zieht und ein unheimliches Wesen zum Leben erweckt. Kristen Stewart verkörpert wie Vincent Cassel eine der Hauptfiguren. „Underwater“ erinnert sowohl von der Geschichte und den Bildern her als auch von der von Kristen Stewart getragenen Wasserstoff-Kurzhaar-Frisur (man denke an Sigourney Weaver) ein wenig an etablierte Grusel-Filmwerke wie „Alien“ oder „The Abyss“. Der 95-Minüter mit einer FSK-Freigabe ab 16 Jahren kommt hierzulande übrigens schon einen Tag vor dem US-Kinostart in die Kinos.

Für Horror-Fans startet heute noch ein weiterer Film: Nicolas Pesces „The Grudge“, ebenfalls ab 16 Jahren freigegeben, ist die Neuauflage eines Gruselfilms, der 2004 in den Kinos lief. Damals bekam es Sarah Michelle Gellar als Austauschstudentin in Tokio mit einem bösen Geist zu tun. Diesmal ist es eine alleinerziehende Polizistin (Andrea Riseborough), die es zwecks Ermittlungen in ein Haus zieht, in dem ein unguter Geist sein Unwesen treibt. In der Folge muss sie nicht nur um ihr, sondern auch um das Leben ihres kleinen Sohnes bangen. Zu den Produzenten des 95-Minüters gehört eine Legende des Gruselfilm-Genres: Sam Raimi, der unter anderem verantwortlich zeichnet für einen der wichtigsten Streifen des Horror-Bereichs überhaupt: „Tanz der Teufel“ aus dem Jahr 1981.

„Underwater“ und „The Grudge“ markieren nur den Auftakt dar für ein Jahr, in dem sich Horror-Fans auf manch weiteren Grusel- und Schockmoment freuen dürfen: So schickt etwa die Regisseurin Floria Sigismondi im Frühjahr 2020 eine auf Henry James zurückgehende Geschichte namens „Die Besessenen“ ins Horror-Rennen. Bereits im März wird die wunderbare Elisabeth Moss von ihrem toten Ex verfolgt in „Der Unsichtbare“. Für den Sommer ist eine Rückkehr des „Candyman“ angekündigt, der schon Anfang der 90er auf Kinoleinwänden für Angst und Schrecken sorgte. Der dritte Teil von „The Conjuring“ (erneut mit Vera Farmiga und Patrick Wilson) steht für September in den Horror-Kalendern. Schließlich, und in der Grusel-Gemeinde vielleicht am meisten erwartet, wird Michael Myers den Fans erneut die Ehre erweisen: der legendäre Maskenkiller aus „Halloween“. Der neue, wieder von David Gordon Green inszenierte Film ist für Mitte Oktober angekündigt. Vieles spricht dafür, dass auch 2020 die Lust auf Unerklärliches die Kinokassen zum Klingeln bringt.

Eröffnet wird das neue Kinojahr im Gruselbereich mit zwei nervenzehrenden Filmen: Auf einer unterseeischen Bohrinsel wird Kristen Stewart nicht nur mit einem Erdbeben konfrontiert, derweil erzählt „The Grudge“ von einem verfluchten Haus.

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