Kletterwand für erlebnispädagogische Angebote: Der Verein „Zukunft für Kinder“ bietet den Bewohnern Foto: oh - oh

Seit 25 Jahren unterstützt der Förderverein „Zukunft für Kinder“ die Kinder- und Jugendhilfe Neuhausen. Am Sonntag findet in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus ein Festgottesdienst statt.

NeuhausenSchnelle und unbürokratische Hilfe will der Förderverein „Zukunft für Kinder“ leisten. Nun feiern die Mitglieder das 25-jährige Bestehen des Vereins, der die Kinder- und Jugendhilfe des Sozialdiensts Katholischer Frauen (SKF) nicht nur finanziell unterstützt. Die rührigen Männer und Frauen haben einen Draht zum den Kindern und Jugendlichen, die im Haus leben. „Wir besuchen nicht nur die jungen Menschen, wir hören uns auch bei den Erziehern um, was gebraucht wird“, bringt Vorstandsmitglied Hans Jaudas die vielfältigen Aktivitäten auf den Punkt. Am Sonntag, 17. Februar, 9 Uhr, findet in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus in Neuhausen der Festgottesdienst statt. Der anschließende Festakt ist für geladene Gäste.

Als der Verein gegründet wurde, litt der SKF wie andere Verbände und Organisationen unter der Deckelung der Pflegesätze. „Das reichte damals knapp, um den laufenden Betrieb zu decken“, sagt Hubert Hänle, der beim Förderverein für die Finanzen zuständig ist. Darunter hätten vor allem Kinder und Jugendliche gelitten, die auf vieles hätten verzichten müssen.

Hilfen für die Ausbildung

Über den Fördertopf des Vereins wurden zum Beispiel Frisörscheren, Kochmesser oder Bücher finanziert, die junge Männer und Frauen für die Ausbildung brauchten. „Immer wieder zeigte sich, dass kein Kostenträger zuständig war“, erinnert sich Jaudas an die schwierige Situation. Da habe der Verein „Spielraum für flexible Hilfen“ geschaffen, ergänzt Helmut Fröschle, der sich um die Öffentlichkeitsarbeit kümmert.

Wege ebnete „Zukunft für Kinder“ auch den beiden Gruppen für Mädchen und junge Frauen mit Essstörungen in der speziell auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenen Einrichtung „Ariadne“. Da unterstützte der Förderverein Ernährungsberatungen. Auch die Projekte Kinderschutz und Partizipation der Kinder- und Jugendhilfe hat der Verein möglich gemacht. Auch bei den drei Neubauten der Kinder- und Jugendhilfe im Neuhausener „Quartier für Generationen“ habe man kräftig mitgeholfen, sagt die Vorsitzende Jutta Grünholz: „Gemeinsam mit dem Träger initiierten wir die Aktion Baustein, bei der Spenden über 900 000 Euro eingegangen sind.“ Weitere Gelder würden gebraucht. Aus Mitteln des Fördervereins habe man auch eine neue Kletterwand und einen Fahrradschuppen einrichten können. Der Verein beteilige sich auch an den Kosten für die Spielfläche, für neue Spielgeräte und für einen Ballfangzaun: „Das sind alles Investitionen, die den Kindern und Jugendlichen langfristig zu Gute kommen.“

Integration ins Gemeindeleben

Dass es den Mitgliedern des Fördervereins nicht nur darum geht, finanzielle Lücken zu stopfen, ist dem gesamten Vorstandsteam ein Herzensanliegen. Deshalb sind neue Mitglieder immer willkommen. Spenden sind ebenso gefragt wie tatkräftige Hilfe, zum Beispiel bei den Spiel- und Bastelaktionen. „Wir tragen dazu bei, die Kinder- und Jugendhilfe nicht nur in Neuhausen, sondern in der ganzen Region zu vernetzen“, nennt Wolfgang Jaudas einen weiteren wichtigen Aspekt der Arbeit. Manches mal hat der Neuhäuser schon zwischen Kindern und Nachbarn vermittelt, wenn die sich gestört fühlten. „Weil wir immer im Gespräch sind, kommt das aber selten vor.“

Gerade für die unbegleiteten jungen Flüchtlinge, aber auch für die anderen Kinder sei die Integration ins Gemeindeleben sehr wichtig, sagt Jaudas. Da die Kinder und Jugendlichen inzwischen in dezentralen Gebäuden und Wohngruppen betreut werden, ist das nach seiner Auffassung deutlich leichter zu schaffen als in den großen Einheiten des Josefs- und des Marienbaus, die abgerissen wurden.

Am Sonntag, 17. Februar, 9 Uhr, findet in der Pfarrkirche St. Petrus und Paulus der Festgottesdienst zum 25-jährigen Bestehen von „Zukunft für Kinder“ statt.

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