Auch Jäger haben Nachtsichtgeräte für sich entdeckt. Foto: oh

Nachtsichtgeräte sind nun fast schon seit 100 Jahren auf dem Markt und erleichtern unser Leben in vielen Bereichen.

Esslingen - Seit jeher streben die Menschen danach, die außergewöhnlichen Reflexe und Fähigkeiten der Tiere zu besitzen. Über die Schnelligkeit eines Geparden verfügen, ungeahnte Höhen wie ein Adler erkunden können oder wie eine Katze im Dunkeln gestochen scharf sehen können - nichts weiter als unerfüllbare Träume, oder? Nein, denn durch die menschliche Intelligenz ist es und im Laufe der Jahrhunderte gelungen, unsere Schwächen auszugleichen. Mit der Hilfe von Autos sind wir schneller als jedes Tier der Welt, Raketen befördern uns sogar zu anderen Planeten und Nachtsichtgeräte lassen uns jedes noch so kleine Detail bei Nacht erkennen.

Was ist ein Nachtsichtgerät?

Unter dem Begriff “Nachtsichtgerät” versteht man ein technisches Hilfsmittel, was es uns ermöglicht, im Dunkeln zu sehen. Doch warum sind wir überhaupt auf Maschinen angewiesen, um nachts zu sehen? Unsere Sicht setzt sich zusammen aus den sogenannten Zäpfchen und Stäbchen. Währenddessen die Zäpfchen es ermöglichen, dass wir Grün von Rot unterscheiden können, sind die Stäbchen für Lichtreize zuständig. Da sich das Farbsehen der Menschen bei Nacht jedoch ziemlich schnell verabschiedet, nehmen wir auch Lichtreize nur noch sehr schwach wahr. Was zunächst grau erscheint, wird sich ohne Lichtquelle bald völlig unserer Wahrnehmung entziehen. Tiere sind dahingegen in der Lage, visuelle Reize zu verstärken und somit auch nachts ausgezeichnet sehen zu können. Wir Menschen haben diese Fähigkeit der Tiere kopiert und uns mit der Hilfe der Nachtsichtgeräte zu Nutzen gemacht.

Entstehung und Entwicklung

Die Geschichte der Nachtsichtgeräte geht auf die 1940er Jahre zurück. Und wie der Buchdruck, die Glühlampe und das Auto haben wir auch die Erfindung des Nachtsichtgeräts deutschen Wissenschaftlern zu verdanken. Beeinflusst vom Zweiten Weltkrieg, wurde die technische Neuerung zunächst vor allem auf Panzern installiert, um das Anvisieren von Feinden zu erleichtern. Die damaligen Geräte nennt man nun die Generation 0. Diese arbeiteten mit einer IR-Beleuchtung und können aus diesem Grund noch nicht den Titel “Bildverstärker” erhalten. Dadurch bedingt, mussten die Soldaten früher eine Stromquelle mit sich führen, wodurch sie von Feinden geortet werden konnten. Auf dem Schlachtfeld war dies ein entscheidender Nachteil, der den Ausgang eines Krieges beeinflussen konnte.

Dieses Problem versuchte man in der ersten Generation durch Photokathoden-Beschichtungen zu lösen. Mehrere Stufen und eine verbesserte Helligkeiten wurden hinzugefügt, was jedoch leider Einbußen der Bildqualität und eine erhöhte Lichtempfindlichkeit nach sich zog.

Die zweite Generation arbeitete vor allem mit Elektrodenvervielfachung, womit sie sich den Titel des Restlichtaufhellers verdiente. Ihre Technologie ist so ausgereift, dass sie auch heute noch zum Einsatz kommt.

Nachtsichtgeräte der dritten Generation sind bereits seit den 1990er Jahren funktionstüchtig und wurden beispielsweise im Golfkrieg verwendet. Durch die beständig fortschreitende Technik ist es unseren Forschern gelungen, die Nachtsichtgeräte der dritten Generation nahezu zu perfektionieren. Trotzdem bleiben wir gespannt, was die Zukunft für uns bereithält. Wer weiß, vielleicht gibt es Nachtsichtgeräte schon bald in Form von Kontaktlinsen?

Nutzung von Nachtsichtgeräten

Auch heute kommen Nachtsichtgeräte noch hauptsächlich beim Militär, bei der Polizei oder im Sicherheitsdienst zum Einsatz. Man setzt hierfür auf Geräte der dritten Generation, die eine 50.000-fache Verstärkung des Lichtes bewirken. Somit sind sie für weite Distanzen und gefährliche Einsätze besonders geeignet.

Weiterhin haben allerdings auch die Jäger die Nachtsichtgeräte für sich entdeckt. Denn Tiere zeigen die größte Aktivität während der Nacht oder in den frühen Morgenstunden. Da unsere Augen nachts jedoch gewisse Schwächen aufweisen, war dies stets ein gefährliches Unterfangen gewesen. Mit der Hilfe dieser speziellen Sehverstärkung können Nachtsichtgeräte der ersten und zweiten Generation problemlos für die Schwarzwildjagd genutzt werden.

Nachtsichtgeräte gehören heutzutage zur Ausstattung eines jeden Jägers dazu und können in verschiedenen Preisklassen erworben werden. Vor allem Pulsar-nv.com bietet seinen Kunden eine große Bandbreite an technischen Geräten an, die sich durch eine hohe Qualität auszeichnen.

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