Mit sogenannten Virtual Reality-Brillen machen sich die Schülerinnen und Schüler auf den Weg zu fernen Planeten und in die Tiefe des Ozeans. Foto: oh Quelle: Unbekannt

Von Sarah H.

Eine besonders spannende Schulstunde hat die Klasse 4c der Mozartschule in Neuhausen im vergangenen Schuljahr erlebt. 90 Minuten waren wir mit unserer Klasse auf dem Mars und im Weltall, tanzten auf Vulkanen, tauchten durchs Great Barrier Reef, liefen durchs Kennedy Space Center in Florida und standen neben Gene Cernans letztem Fußabdruck auf dem Mond. Wer sich jetzt fragt, wie wir das alles in 90 Minuten geschafft haben, der findet die Antwort bei Google Expeditions. Peter Henning, ein Google-Expeditions-Trainer, hat uns das alles ermöglicht.

Jeder von uns bekam eine virtuelle Brille aus Karton mit einem Handy, und unsere Lehrerin steuerte unsere Expeditionen mit einem Tablet. Es war faszinierend, wie viel Wissen wir dadurch erfuhren und wie groß zum Beispiel die Apollo 13 war, als wir neben ihr standen. Alles war riesig und wir befanden uns mitten drin, obwohl wir auf unseren Stühlen saßen. Die 90 Minuten vergingen wie im Flug und wir schafften es leider nicht, alle Themenwelten zu durchwandern. So waren wir nicht in New York, im Senckenberg-Museum in Frankfurt oder bei den ägyptischen Pyramiden. Aber wir wanderten durch das endlose Universum, sahen Galaxien, die 93 Billionen Lichtjahre entfernt sind, erfuhren mehr über das Leben einer Sonne, schwebten durch unsere Stratosphäre, bewunderten unser Sonnensystem aus dem Weltall, erkundeten mit dem Pathfinder den Mars, sahen die Geschichte unseres einzigartigen Planeten und seiner Entstehung und wurden auf dem Mond von den Strahlen unserer Sonne geblendet.

Anschließend tauchten wir in die Tiefen des Ozeans, schwammen neben sieben Meter langen Mantarochen, sahen Weißspitzen-Riffhaie, bestaunten die Artenvielfalt des philippinischen Tubbataha-Reefs mit seinen Korallen, Schwämmen und anderen Lebewesen und schwammen um einen vier Kilometer in die Tiefe reichenden Unterwasservulkan. Als die Pausenglocke klingelte, riss sie uns leider aus der Welt der Dinosaurier, durch die wir gerade reisten, in die Realität der Schule zurück. Wir danken Herrn Henning für die wunderbaren Eindrücke. Das würden wir gerne noch einmal wiederholen.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: