17.2.2017 In Neuhausen hat der MGV zur Fasnetsshow eingeladen.

 Foto: Kaier

Von Andreas Kaier

Zur Fasnetsshow des Männergesangvereins (MGV) Neuhausen wurde am Samstag hoher Besuch erwartet. Der amerikanische Präsident Donald Trump hatte sich angesagt, war dann jedoch verhindert, so dass Thomas Haisch an seiner Stelle in der Egelseehalle reden musste. Der MGV unterhält sein närrisches Publikum an Fasnet mit witzigen und hintersinnigen Liedern sowie mit farbenprächtigen Tänzen seiner Garden. Dieses Mal feierten die Sängerinnen und Sänger mit ihrem närrischen Publikum „Karneval in Venedig“.

Mit seinen Liedern und Geschichten weckte der MGV bei seinen Gästen vor allem eines: Fernweh nach lauen Sommerabenden in Italien, nach romantischen Serenaden, nach Pasta, Pizza und den Sehenswürdigkeiten der Lagunenstadt Venedig. Dort im Schatten des Dogenpalasts gaben sich die Gesangsgruppen und Garden ein musikalisches Stelldichein.

Dass das Land der Zitronen und Pomeranzen nicht ganz so einfach mit der Deutschen Bahn zu erreichen ist, davon konnten die M-Singers ein Liedchen singen. Sie berichteten von Weichenstörungen und anderen technischen Defekten. Am Ende hatte ihr ICE so viel Verspätung, dass sogar die Fahrkarten ihre Gültigkeit verloren haben.

Mit anderen Problemen hatten die Sänger von „Nearly Hat“ zu kämpfen. Als „Gefangenenchor von Lambrusco“ waren sie grundlos in der Seufzerbrücke eingekerkert. Der Doge „Don Hacker“ - Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig - hatte sie dorthin gebracht. Offensichtlich hatte er sich dafür revanchiert, dass ihm einer der Gefangenen eine Pizza con Saure Kutteln kredenzt hatte, die ihn mit Magenverstimmung ins Krankenhaus brachte.

Der amerikanische Präsident hatte übrigens zwei Gründe, zum Karneval nach Venedig zu reisen. Zum einen, weil die Dogenstadt wie Donald Trumps eigenes Land am Untergehen ist. Zum anderen regiert in Neuhausen „King Hacker“ und Trump und seine Geheimdienste wissen die Arbeit von Hackern sehr zu schätzen. Von seiner Doktrin „America first“ rückte „Neuhausens bester Freund“ angesichts der fulminanten MGV-Show ab. Sein neues Motto: „Neuhausens Fasnet first“.

Die Dominos ließen das vergangene Jahr musikalisch Revue passieren. Sie berichteten von einer offensichtlich nicht ortskundigen MGV-Sängerin, die vor einem Ausflug nach Owen fälschlicherweise Aue ins Navi eingegebenen hatte, und von den wartenden Mit-Ausflüglern auf ihrem Weg nach Ostdeutschland erst hinter Ulm telefonisch gestoppt werden konnte.

Als Kronleuchter - ständig unter Strom und freudig, wenn die Sicherungen durchbrennen - wandelten die Sängerinnen Fam Fa’tal über die Bühne und unterhielten das närrische Publikum mit italienischen Gassenhauern. Fertig verpackt zum Versand sollten die Murano-Kronleuchter die Säle von Dubai bis New York erhellen. „Doch die kleinen Italiener möchten gern zu Hause sein“, trällerten sie.

Farbenfroh ging es beim Maskenball der Gänsbettlerchen zu. Mit einem Potpourri bekannter Schlagermelodien feierten sie in fantasievollen Kostümen und Masken eine ausgelassene Party. Dabei dürfen besondere Düfte nicht fehlen. Den Tipp einer Donna, das Parfüm am besten dort aufzutragen, wo man geküsst werden möchte, stieß aber nicht bei allen Besuchern auf Gegenliebe. „Das mach ich ja, aber das brennt dann immer so“, so die Erfahrung eines anderen Partygasts.

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