Pächterin Hatice Beydogan (2. von rechts vorne) und Günter Schall wollen dafür sorgen, dass der Aspen wieder zum gastronomischen Treffpunkt wird. Foto: Tim Kirstein

Nach zweijährigem Leerstand hat der TV Hochdorf für die Gaststätte im Aspen mit Hatice Beydogan eine neue Pächterin gefunden. Was muss noch getan werden?

Lange ist es her, dass in der Gaststätte des TV Hochdorf im Aspen eine warme Mahlzeit über die Theke ging. Ganze zwei Jahre lang stand das Gebäude leer. Seit eineinhalb Jahren habe man angestrengt nach einem neuen Pächter für die Vereinsgaststätte gesucht, erklärt Günter Schall, Vorstand für Liegenschaften beim TV Hochdorf. Das lange Warten hat sich ausgezahlt. Mit Hatice Beydogan habe der Verein eine Pächterin gefunden „bei der wir denken, dass es perfekt passt“, sagt Schall.

Viel Arbeit vor dem Start

Bevor alles losgehen kann, muss jedoch noch einiges getan werden. Während der Sportplatz in den vergangenen Jahren mit neuen Flutlichtern, einer Boule-Bahn und einer sanierten Laufbahn auf Vordermann gebracht wurde, ähneln die Innenräume der Gaststätte eher einer Großbaustelle. Im Moment deuten lediglich Klebebänder und Papierstreifen die Standorte der künftigen Möbel an, die anstehenden Aufgaben sind auf einem Plan an der Wand sortiert. „Da gibt es viel zu tun“, sagt Schall.

Um die Pächtersuche und die Renovierung zu koordinieren, hat der TV Hochdorf das sogenannte „Aspen-Team“ gegründet, zu dem auch Schall gehört. Das Gebäude selbst gehört der Gemeinde und dem TV Hochdorf, wobei es Aufgabe des Vereins ist, sich um die Gastronomie zu kümmern. Es habe viele Interessenten für die Gaststätte gegeben, jedoch seien nur wenige dabei gewesen, die den Verein mit ihren Geschäftskonzepten überzeugen konnten, erklärt Schall.

Keine Erfahrung in der Gastronomie

Die Wahl fiel schließlich auf Hatice Beydogan. „Ich bin froh, dass wir endlich starten können“, sagt sie. Beydogan selbst hat bislang keine Erfahrung in der Gastronomie, wird jedoch von ihrer Geschäftspartnerin Stefanie Ugurcu und ihrem Bekanntenkreis tatkräftig unterstützt. Zudem bekommt sie Unterstützung von ihren fünf Töchtern – geballte Frauenpower für das neue Restaurant. Dieses Netzwerk und ihr Geschäftskonzept seien auch die ausschlaggebenden Faktoren für den TV Hochdorf gewesen, erklärt Schall. Außerdem ist Beydogan mit Gemeinde und Verein bestens vertraut, ihr Vater Recep spielte jahrzehntelang beim TV Hochdorf.

Das ganze Umfeld packt mit an

In der „Aspen Taverna“, wie das Restaurant künftig heißen soll, wird es türkische und schwäbische Küche geben. Auf lange Sicht sei das Ziel, wieder Leben in die Gaststätte zu bringen. Das Restaurant solle nicht nur den Vereinsmitgliedern, sondern auch der Hochdorfer Dorfgemeinschaft als Treffpunkt dienen, sagt Schall. „Man darf sich darauf freuen, dass die Leute bald wieder die Möglichkeit haben, sich hier im Aspen zu treffen“, fügt er hinzu. Das sei auch im Interesse der Gemeinde, denn die Anzahl der Gastronomiebetriebe im Ort sinke seit Jahren.

Bis im Sommer Spätzle oder Köfteteller an die Tische gebracht werden, ist es noch ein langer Weg. Doch obwohl diese Vision bei einem Blick in den Gästeraum noch recht fern sein mag, hat sich am Gebäude selbst bereits einiges getan. Das Dach sei saniert, die Heizung optimiert und die Toiletten renoviert worden, erklärt Schall. Die bisherige Sanierung kostete etwa eine viertel Million Euro. Für die Finanzierung sei die Unterstützung der Gemeinde essenziell. „Ohne dieses Engagement könnten wir als Verein gar nicht so arbeiten“, sagt Schall.

Im April nächsten Jahres soll die Gaststätte dann endlich auch wieder für Gäste ihre Pforten öffnen. „Der ganze Verein packt hier mit an“, sagt Beydogan. Die Zeit des Stillstands am Aspen ist vorbei. „Wir schauen gemeinsam in eine spannende Zukunft“, sagt Schall.