In seinem neuen Roman zieht Bodo Kirchhoff alle Register, um als männlicher Autor zu zeigen, was der Titel verheißt: „Nahaufnahmen einer Frau, die sich entfernt“.
Irgendwann stellt Terese eine Liste mit den Dingen zusammen, die sie im Alter, in den kommenden Jahren, womöglich allein, auf keinen Fall tun will: „Sie wird nie einen Verschönerer an ihr Gesicht lassen, was immer daraus werden mag. Sie wird sich auch nie, sollte sie noch Großmutter werden, ein Elektrorad mit Kinderrammbock zulegen.“ Und auf gar keinen Fall wird sie ihre Lebenserfahrung in ein Buch stopfen. So wie ihr Mann Viktor, seinem Namen zum Trotz ein Friedensforscher, der, kaum im Ruhestand, begonnen hat, sich in literarischer Form auszumalen, wie eine Welt ohne Waffen aussehen könnte.
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