Im Konfettiregen stellt Bürgermeister Martin Funk (links) gemeinsam mit den Besuchern des Jugendhauses den neuen Namen Foto: und das neue Logo des Treffs vor - und das neue Logo des Treffs vor.

Beim Tag der offenen Tür hat das Team des Altbacher Jugendhauses nicht nur ein neues Logo enthüllt. Der Treffpunkt hat auch einen neuen Namen. Dieser lautet „Cube“.

AltbachMit Konfetti-Kanone und Muffins hat das Jugendhaus Altbach seinen Tag der offenen Tür begangen bei dem auch der neue Name inklusive Logo enthüllt wurde. Wegen personeller Engpässe hatte das 1999 eröffnete Jugendhaus bis vor rund einem Jahr eine längere Durststrecke mit sehr unregelmäßigen Öffnungszeiten zu überstehen. Das änderte sich erst, als Magdalena Kugler (26) ab März 2019 und drei Monate später Steven Schubert (25) sich als feste Sozialpädagogen um das Jugendhaus kümmerten.

„Es ist ganz erstaunlich was die beiden in rund einem Jahr auf die Beine gestellt haben“, lobt Altbachs Bürgermeister Martin Funk. So rannten die beiden Sozialpädagogen mit ihrer Idee dem Jugendhaus einen Namen zu geben bei der Gemeinde offene Türen ein. „Das ist ja ein passender Auftakt für einen Neuanfang“, findet der Bürgermeister.

In dem Jahr ist viel passiert. Seit September gibt es ein regelmäßiges Programm, die Zielgruppe ist relativ breit gefächert und reicht von Grundschulkindern bis hin zu jungen Erwachsenen. „Das Schwierige war, wieder Kundschaft zu generieren. Wir mussten unser Klientel erst mal erreichen und klar machen, dass das Jugendhaus wieder offen hat“, erzählt Steven Schubert. Mittlerweile läuft es zufriedenstellend, im Schnitt sind rund 15 Besucher zu den Öffnungszeiten im Haus. Die könnten sich altersgerecht beschäftigen – es gibt eine Bastelecke, Gesellschaftsspiele, aber auch einen Tischkicker, einen Billardtisch und eine Playstation. „Wir sind nun dabei, einen Pool an Ehrenamtlichen aufzubauen, die sich auch in die Programmgestaltung einbringen wollen“, kündigt Schubert an. Das gestaltet sich allerdings nicht so einfach wie gedacht. „Es dauert eben seine Zeit bis man Beziehungen aufgebaut hat“, erklärt seine Kollegin Magdalena Kugler.

Auch in die Namens- und Logofindung wurden die Besucher einbezogen. Der erste Namensvorschlag „Conti“ - in Anlehnung auf das Containerensemble, in dem sich das Altbacher Jugendhaus befindet – wurde ziemlich schnell verworfen. „Wir haben zusammen nach einer anderen Lösung gesucht“, sagt Kugler. Was aber gar nicht so einfach war – schließlich sollten sich alle Altersgruppen angesprochen fühlen. „Die Älteren wollten was Cooles, die Jüngeren was Verspieltes – wir mussten also ein Mittelding finden“, so Kugler weiter. Zudem war das alte Logo nicht besonders farbenfroh und wurde im Zuge der Namensgebung ebenfalls überarbeitet. Herausgekommen ist der Name „Cube“ und als Logo zwei gelbe und zwei blaue Würfel – die Besucher finden es toll. Genauso wie die Tatsache, dass „ihr“ Jugendhaus wieder ganz regelmäßig geöffnet hat. „Es gibt ja sonst nicht viel in Altbach. Auch alle weiterführenden Schulen sind in den Nachbarorten. Da braucht es wieder einen Ort, an dem sich die Altbacher Jugend zusammenfinden kann“, sagt Kugler.

Ursprünglich war das Jugendhaus im Container 1999 nur als Übergangslösung gedacht, Pläne für einen Neubau beschäftigen den Gemeinderat zwar laut Bürgermeister Funk immer wieder mal. Allerdings sind die finanziellen Ressourcen der Kommune überschaubar und andere Themen brennen den Altbachern mehr unter den Fingernägeln. „Die finanzielle Situation der Gemeinde hat sich seit 1999 nicht wesentlich gebessert“, bestätigt Martin Funk. „Aktuell brauchen wir dringend mehr Kindergartenplätze, und die Sanierung des Feuerwehrmagazins steht an. Letzteres Projekt werden wir noch dieses Jahr angehen.“

Ganz alleine lassen will die Gemeinde die Jugend aber auch nicht: In Kooperation mit dem Jugendhaus ging kürzlich die Auftaktveranstaltung für ein großes Jugendforum, das am 17. Juni im Rathaus stattfindet, über die Bühne. „Ich finde ein Jugendforum sinnvoller als einen Jugendgemeinderat“, so Funk, „Auch ein Forum kann bewirken, dass die Jugendlichen sehen, was sie erreichen können, wenn sie sich einbringen.“

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