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Mit dem Frühjahr beginnt in Deutschland die Rasenpflege. In diesem Jahr gibt es zahlreiche neue Methoden, die vor allem den mit der Pflege verbundenen Aufwand minimieren sollen.

Der perfekte mediterrane Rasen zeigt sich saftig, dunkelgrün und ohne braune Stellen. Beim Blick in den Garten wirkt er eher wie ein weicher Teppich als eine Rasenfläche. Damit sich ein Rasen mit diesem Erscheinungsbild präsentiert, braucht er vor allem die richtige Pflege. 2019 ernten hierbei gleich mehrere neue Methoden Beachtung. Gerade nach dem Winter sieht der Rasen im heimischen Garten häufig wie ein Flickenteppich aus. Zwischen den Grashalmen haben sich Moos und Unkraut breit gemacht. Sie sind nicht nur weniger hübsch anzusehen, sondern können dem Rasen auch nachhaltig schaden. Durch sie kommt nicht mehr genügend Wasser und Luft an die eigentlich noch intakten Wurzeln.

Sollte früher das Moos aus dem Rasen entfernt werden, griffen die Gärtner entweder auf den Spaten oder die sogenannte Schälmaschine zurück. Zwar ließ sich der mediterrane Rasen so problemlos von Moos befreien, doch das Risiko, dass auch gesunde Halme dadurch beschädigt waren, war groß. Heute wird zunächst der Rasen möglichst kurz gemäht und anschließend vertikutiert.

Das Vertikutieren bringt mehr Luft in die verfilzte Grasnarbe und lockert diese an der richtigen Stelle auf. Nach dem Vertikutieren kann im Grunde schon die neue Rasensaat ausgebracht werden, sodass sich die Fläche sehr schnell erholen kann. Von dieser Vorgehensweise kann vor allem das Bodenleben entscheidend profitieren. Die Auflockerung von Hand zog in der Vergangenheit viele Nacharbeiten nach sich. So musste geharkt und gewalzt werden, um eine Rückverfestigung des behandelten Bodens sicherzustellen. Mit dem Vertikutierer ist das bei dem mediterranen Rasen nicht mehr nötig. Das Vertikutieren des Rasens sollte im besten Fall im Frühling und Herbst erfolgen. Fallen hier unebene Stellen auf der Fläche auf, kann mit Sand und Erde nachgeholfen werden.

Für einen mediterranen Rasen ist es wichtig, dass die gesunden Gräser auf der Fläche möglichst erhalten bleiben. Sie bilden eine Art Sicherheitsnetz für die neuen Gräser und tragen dazu bei, dass sich diese gesund entwickeln. Mit dem regelmäßiges Mähen sowie dem Vertikutieren sind die Grundlagen für einen gesunden Rasen geschaffen. Sie allein reichen aber nicht aus. Damit sich der Rasen im eigenen Garten gut entwickelt, muss er wenigstens dreimal jährlich gedüngt werden.

Es wird dabei immer auf einen speziellen Rasendünger zurückgegriffen. Nur dreimal kann der klassische Rasendünger verwendet werden. Danach wird auf ein Düngemittel ausgewichen, das einen hohen Kalium-Anteil aufweist. Dieses wird auch gern als Herbstdünger betrachtet und soll den Rasen über den Winter mit den nötigen Nährstoffen versorgen, sodass dieser dann gut gestärkt in die nächste Saison starten kann. Durch das Düngen entwickelt der Rasen eine dichte Grasnarbe. Diese Grasnarbe hat entscheidende Vorteile. Sie macht es Unkraut beispielsweise schwer, sich richtig zu entfalten. Außerdem werden kahle Stellen vermieden.

Um den Rasen gleichmäßig zu düngen, bietet sich ein Streuwagen an. Die Streuwagen lassen sich mit dem Dünger füllen und dann langsam über den Rasen schieben. Währenddessen verlieren die Waagen immer ein wenig Dünger. Um tatsächlich jede Stelle zu düngen, sollte der Garten Bahn für Bahn wie mit einem Rasenmäher abgelaufen werden.

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