Einige Nationalspieler des VfB fehlen im DFB-Aufgebot für die letzten Länderspiele des Jahres. Warum das auch von Vorteil sein kann.
Nur noch zwei Profis des VfB Stuttgart sind aktuell für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bunds (DFB) nominiert, wenn es an diesem Freitag in Luxemburg und drei Tage später in Leipzig gegen die Slowakei um die direkte WM-Qualifikation geht. Offensivmann Jamie Leweling und Keeper Alexander Nübel sind dabei, Angelo Stiller und Maximilian Mittelstädt dagegen fehlen ebenso wie die schon länger nicht mehr nominierten Chris Führich und Deniz Undav.
Insbesondere im Fall Stillers herrscht bei den VfB-Verantwortlichen Unverständnis über die Nicht-Berücksichtigung – wenn man die Dinge allerdings ins Positive drehen wollte, könnte man auch sagen, dass den Weiß-Roten die Nichtnominierungen in einem Punkt zugutekommen könnten.
Der Vorteil der Nichtnominierung
Denn nach vielen kräftezehrenden englischen Wochen haben die nicht berücksichtigten Nationalspieler Zeit, um ein paar Tage frei machen zu können. Sechs sind es genau, erst am Montag versammelt Trainer Sebastian Hoeneß seine Mannschaft wieder, um sich auf das nächste Bundesligaspiel am darauffolgenden Samstag bei Borussia Dortmund vorzubereiten.
„Wir haben jetzt ein paar Tage frei und dann bis auf die Profis, die bei den Nationalmannschaften sind, eine ganze Woche, um uns auf den BVB vorzubereiten“, sagt Hoeneß, „das kommt nicht so oft vor.“
Kräftezehrende Wochen beim VfB
Mit dem Blick auf den vergangenen Block vor dieser Länderspielpause mit vielen englischen Wochen betont Hoeneß auch dies: „Es war zu sehen, dass man irgendwann Tribut zollt, insbesondere in der Birne – man ist sehr viel zusammen und hat sehr viele gemeinsame Besprechungen und Vorbereitungen, da ist es wichtig, den Kopf freizubekommen bei den Jungs, bei denen es jetzt möglich ist.“
Stiller, Mittelstädt und Kollegen werden also zumindest ausgeruht und frisch in der nächsten Woche auf den Trainingsplatz des VfB zurückkehren – und wer weiß, womöglich schaffen die beiden es bei allem Frust über ihre Nichtnominierung in die DFB-Elf ja in ihren freien Tagen auch, diesen positiven Aspekt wertzuschätzen
Oder, wie es der Bundestrainer Julian Nagelsmann jüngst zumindest mit Blick auf Stiller sagte: „Angelo hat jetzt nach anstrengenden Wochen beim VfB ein paar Tage, um durchzuschnaufen und dann seine aufsteigende Form wieder auf den Platz zu bringen.“