An Schnee erinnerte nicht nur in Deizisau lediglich der aufgeblasene Schneemann. Foto: Peter Stotz - Peter Stotz

In zahlreichen Gemeinden des Landkreises Esslingen haben am Wochenende Weihnachtsmärkte für besinnliche Stimmung gesorgt.

AichwaldIn besinnlicher Stimmung an geschmückten Plätzen nach Geschenken Ausschau halten, sich von Dekorativem und Selbstgestricktem, Kunsthandwerk und Gebäck inspirieren lassen, oder einfach mit Freunden Glühwein trinken: Am zweiten Adventswochenende waren die Weihnachtsmärkte sehr gut besucht. Vereine, Kindergärten, Schulen und soziale Organisationen freuten sich über den Andrang an ihren Ständen. Die Marktplätze und Straßen erwiesen sich als Treffpunkte für das gesellige Miteinander in stimmungsvoller Atmosphäre.

Internationale Plätzchen: Traditionell findet der Aichwalder Weihnachtsmarkt in der Alten Dorfstraße in Aichschieß statt. Rund 30 Stände waren aufgebaut, Glühwein- und Suppenstände luden zum Innehalten im Trubel ein. Entlang der Straße war reichlich viel Dekoratives und Selbstgemachtes, Kunsthandwerk und Kulinarisches aus heimischer Produktion zu finden. Dabei stach besonders das Angebot des AK Asyl ins Auge. Dort bot Christa Großhans süße und deftige Festtagsplätzchen nach Rezepten aus Syrien und Somalia, Georgien und der Türkei an, die Geflüchtete gebacken hatten.

Geselliges Miteinander: Der Weihnachtsmarkt in Altbach ist bekannt für seine heimelige Atmosphäre. 19 Teilnehmer hatten ihre Stände auf dem Marktplatz bei der Ulrichskirche aufgebaut. Vereine und Organisationen boten Würziges und Herzhaftes aus heimischer Produktion für den kleinen Hunger, Bastelarbeiten und Dekoratives an. Die Grundschule hatte ein Weihnachtspostamt eingerichtet und die Ortsbücherei lud zum Tag der offenen Tür ein. „Unser Weihnachtsmarkt ist ein geselliger Treffpunkt für die Leute aus dem Ort, hier wird in lockerer Runde das Miteinander gepflegt“, beschrieb es Ulrike Seifried vom Veranstalter BdS Altbach.

Sitzkissen für Wanderer: Der Deizisauer Weihnachtsmarkt war überwiegend von örtlichen Vereinen und Organisationen bestimmt. Die lockere Gruppierung der Stände auf dem Marktplatz bot ausreichend Platz für Bummeln ohne Hektik oder für einen Plausch beim Glühwein. Das Angebot war von kunsthandwerklichen Produkten und Selbstgemachtem aus der näheren Heimat bestimmt. Holzschnitzereien, gefilzte Sitzkissen „speziell für Wanderer geeignet“ oder Töpferwaren wurden feilgeboten. Besonderer Andrang herrschte am Stand der Landfrauen, die Backwaren und Marmelade verkauften.

Traditionelle Atmosphäre: Der Weihnachtstreff der Arbeitsgemeinschaft der Denkendorfer Vereine auf dem Rathausplatz und in der Karlstraße war sehr gut besucht. „Die Resonanz ist erfreulich gut, man merkt, dass die Leute die traditionelle Atmosphäre mögen und gerne kommen“, sagte der Vorsitzende Walter Reber. Neben weihnachtlich Dekorativem waren die Ponykutschfahrten ein Renner, am Stand des Partnerschaftskomitees Meximieux-Denkendorf waren Wein, Würste, Käse und Misteln begehrt. Im Rathaus zeigte das Heimatmuseum einige Schätze und die Künstlergruppe Spektrum stellte Malerei und Grafik aus.

„Von Bürgern für Bürger“: Der Weihnachtsmarkt in Nellingen ist vor vier Jahren vom Zentrum an der Halle in den Klosterhof umgezogen. „Mit dem historischen Ambiente hat der Markt deutlich gewonnen“, freute sich Manuela Schiffner vom BdS Nellingen, der den Markt organisiert. Eine dichte Menschenmenge drängte sich um die 23 geschmückten Stände, die in einem Kreis um die Linde aufgebaut waren. Vereine, Schulen und Kindergärten boten Selbstgebasteltes, weihnachtlichen Schmuck aus eigener Produktion, Kuchen, Marmeladen und Getränke an. „Es ist nichts Gewerbliches dabei, sondern ein Markt von Bürgern für Bürger.“

Glühwein und Bohnensuppe: Der Kirchplatz von Neuhausen bietet mit der historischen Bebauung ringsum einen reizvollen Rahmen für den viertägigen Weihnachtsmarkt. Etwa 20 Anbieter hatten ihre Stände und Buden um den Platz gruppiert mit ausreichend Platz für den Bummel entlang eines vielfältigen Angebots an Selbstgebasteltem, Schmuck und handwerklich Gefertigtem. Nicht zu kurz kam das nachbarschaftliche Miteinander. Unter einer ansprechenden Illumination der historischen Fassaden und bei stimmungsvoller Musik trafen sich Freunde, Nachbarn und Vereinskameraden bei Glühwein, Gin, Kässpätzle und bulgarischer Bohnensuppe zum Plaudern.

Unter Dampf: Auch in diesem Jahr haben Vereine, Organisationen und Kunsthandwerker den Reichenbacher Rathausplatz, die Arkaden und das Foyer des Rathauses in eine kleine adventliche Budenstadt verwandelt. Selbstgestricktes für kalte Tage war genauso im Angebot wie Glühmost gegen kalte Finger, selbst gebastelte Schneemänner und Engelsfiguren für den Weihnachtsbaum oder Naturprodukte aus heimischer Erzeugung. Ein Hingucker für Erwachsene und eine begehrte Attraktion für die Kinder der Marktbesucher war der Dampfzug der Plochinger Dampfbahner, der unermüdlich und unter Pfeifen über den Platz ratterte.

Frische Misteln: Rund 25 teils aufwendig dekorierte Hütten und Stände gruppierten sich auf dem Wendlinger Marktplatz zum Weihnachtsmarkt. Vereine, Schulklassen und einige professionelle Marktbeschicker boten Keramik und Textiles, weihnachtliche Dekorationen und Kunsthandwerk an. Das Partnerschaftskomitee St.-Leu-la-Forêt-Wendlingen verkaufte neben französischem Rotwein und Crêpes auch Misteln, die von den Besuchern aus der französischen Partnerstadt kurz vor ihrer Anreise vom Baum geholt worden waren. „Absolut frisch“, betonte die Verkäuferin.

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