Die Fans von Eintracht Frankfurt setzten am Donnerstag ein starkes Zeichen gegen Rassismus und rechte Gewalt. Foto: dpa/Arne Dedert

Vor dem Europapokalspiel der Frankfurter Eintracht gegen RB Salzburg stören einige unverbesserliche Zuschauer die Gedenkminute für die Opfer von Hanau. Die Reaktion des Stadions war dafür umso stärker.

Frankfurt - Die schreckliche, offenbar rassistisch motivierte Bluttat von Hanau ließ auch die Beteiligten der Europapokal-Spiele am Donnerstagabend nicht kalt. So wurde vor dem Spiel der Frankfurter Eintracht gegen RB Salzburg eine Gedenkminuten abgehalten, an der sich auch die Fans der Österreicher beteiligten. „Hanau ist eine Fan-Hochburg der Eintracht, auch mit Anhängern mit Migrationshintergrund“, sagte SGE-Vorstand Axel Hellmann vor der Partie. Der Ort des Verbrechens liegt nur etwa 20 Kilometer von Frankfurt entfernt.

Die Gedenkminute vor der Partie nutzten einige unverbesserliche Zuschauer für unsachliche Zwischenrufe, manche stimmten nach Augenzeugenberichten die Nationalhymne an, was der Großteil der Fans zunächst mit Pfiffen und anschließend mit „Halt’s Maul“-Rufen quittierte. Spätestens als nach wenigen Sekunden fast das gesamte Stadion „Nazis raus“ skandierte, war das Zeichen der Eintracht-Fans gegen Rassismus, Diskriminierung und Gewalt um die Welt gegangen, was viele Nutzer der sozialen Netzwerken entsprechend würdigten.

Der Hashtag #NazisRaus trendet nicht nur, aber auch dank der Eintracht-Fans auf Twitter.

Ein anderer User fordert die Fußball-Fans auf, am Wochenende bei den Bundesliga-Partien ein ähnlich starkes Zeichen zu setzen.

Hier nochmal die Eintracht-Fans im O-Ton.

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