Die Vorwürfe gegen Sebastian Kurz wiegen schwer. Foto: dpa/Georg Hochmuth

Der bisherige Kanzler von Österreich wird auch nach seinem Rücktritt in Wien die Strippen ziehen, kommentiert Patrick Guyton.

Wien - Sebastian Kurz fällt weich. Nach dem erzwungenen Rücktritt als österreichischer Bundeskanzler will er nicht nur Parteichef der konservativen ÖVP bleiben. Der einstige Shootingstar greift auch nach einem zusätzlichen mächtigen Posten im Politik-Betrieb der Alpenrepublik: Er nimmt sich den Job als Klubobmann im Parlament, das ist der Fraktionsvorsitzende. Damit kann er als „Schattenkanzler“, wie ihn die Chef-Sozialdemokratin Pamela Rendi-Wagner bezeichnet, weiterhin in Wien die Strippen ziehen. Kurz dürfte mit seinem sehr ausgeprägten Machtbewusstsein die Lage so sehen, dass er nun den neuen Kanzler Alexander Schallenberg unter sich hat.

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