Das Archivfoto aus dem Jahr 2017 zeigt die frühere faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi (links), die kürzlich durch General Min Aung Hlaing (rechts) entmachtet wurde. (Archivbild) Foto: picture alliance / dpa/Hein Htet

Laut einem Zeitungsbericht aus Myanmar, hat das Militär dort ein elfköpfiges Kabinett ernannt, das vorläufig die Regierungsgeschäfte übernehmen soll. Das gab General Min Aung Hlaing bekannt.

Naypyidaw - Nach dem Putsch in Myanmar hat das Militär ein neues elfköpfiges Kabinett ernannt. Dieses bestehe größtenteils aus Generälen und früheren Militärspitzen sowie einigen Mitgliedern der von der Armee gestützten Partei „Solidarity and Development Party“ (USDP), berichtete die Zeitung „The Irrawaddy“ am Dienstag. Viele von ihnen waren bei der Parlamentswahl im November als Kandidaten gescheitert. Nun bekommen sie hohe Ministerposten.

Die Zusammensetzung des neuen Kabinetts habe der mächtige General Min Aung Hlaing bekanntgegeben, der während des einjährigen Notstands die oberste Befehlsgewalt innehat, hieß es. Das Militär hatte in der Nacht zum Montag die faktische Regierungschefin Aung San Suu Kyi und zahlreiche ranghohe Mitglieder der zivilen Regierung festnehmen lassen. Wo sie sich derzeit aufhalten, ist weiter unklar.

Suu Kyi und ihre Partei NLD hatten die Parlamentswahl klar gewonnen. Die 75-jährige frühere Freiheitsikone war damit für eine zweite Amtszeit gewählt worden. Das Militär hatte aber zuletzt das Wahlergebnis angezweifelt. Offiziell wird möglicher Wahlbetrug als Grund für den Putsch genannt.

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