Die Gemeinde müsse die Bürgerinnen und Bürger besser vor Hochwasser schützen – auch ohne Gelder vom Land. Diese Forderung wurde im Hochdorfer Gemeinderat mit Nachdruck vorgebracht.
Der Ratssaal quoll förmlich über, einige der Zuhörer saßen draußen im Vorraum. Die meisten der Bürgerinnen und Bürger waren wegen des Hochwasserberichts da und machten deutlich, dass aus ihrer Sicht die Gemeinde tätig werden müsse. „Seit drei Hochwasserereignissen wurde nichts unternommen, mit dem die Wassermengen reduziert wurden“, warf Matthias Hotze dem Gemeinderat und der Verwaltung vor. Der Hochdorfer ist Bausachverständiger und bei den drei Überschwemmungen 2018, 2021 und aktuell beruflich involviert gewesen. Er ärgere sich, wenn er im Gemeindeblatt lese, dass Hochwasserschutz auch in der Verantwortung der Betroffenen liege. Denn diese hätten einiges unternommen, aber bei den aufgetretenen Wassermassen – Ortsbaumeister Helge Kerner hatte zuvor von „Wasserständen 30 Zentimeter über den Schotten“ gesprochen – hätten sie keine Chance.
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