Wechselt von Heilbronn-Horkheim nach Plochingen: Frank Eisenhardt. Foto: Veigel - Veigel

Fünf Abgängen stehen bislang vier Zugänge gegenüber.

PlochingenNoch fühlt es sich für viele Handballer des TV Plochingen und ihre Fans wie ein Traum an. Doch bald schon ist die 3. Liga die Realität. Die Vorbereitungen auf die kommende Spielzeit laufen bei den Plochingern schon seit Wochen. Wichtige Personalien, etwa die Trainerfrage, wurden längst unabhängig von der Ligazugehörigkeit entschieden. Nun aber werden Kader und Umfeld auf Drittliga-Handball getrimmt.

„Wir werden sicherlich mit den kleinsten Etat in der 3. Liga haben“, sagt Alexis Gula, der im Funktionärsteam der Plochinger für Sponsoring und Marketing zuständig ist. Genau zu beziffern ist der Etat der Saison 2019/2020 für den ehemaligen Kreisläufer noch nicht. Aber er rechnet damit, dass der Verein „20 bis 30 Prozent höhere Einnahmen“ braucht. „Wir sind mit unseren Sponsoren schon in guten Gesprächen“. Das Ziel für die kommende Saison ist klar formuliert. „Wir wollen den Klassenverbleib schaffen und uns etablieren. Dann wollen wir uns in einem Jahr weiter verstärken“, sagt Gula und betont gleichzeitig: „Wir wollen auf gesunden Füßen stehen und weiter seriös arbeiten.“

Eine Herausforderung

Genauso klar ist, wie schwer es wird, in der dritthöchsten Spielklasse zu bestehen. „Wenn man sieht, dass in der vergangenen Saison Mannschaften wie der TSV Neuhausen und TVS Baden-Baden abgestiegen sind . . .“, gibt Gula zu bedenken. Aufsteiger Plochingen wird wahrscheinlich von Beginn an gegen den Abstieg kämpfen. Funktionär Gula sagt, was man dazu sagen muss: „Wir freuen uns auf die Herausforderung.“

Das Team hinter dem Team mit Gula, Dieter Hermann, Reiner Hauff, dem neuen Abteilungsleiter Frank Mauderer und Günter Hoer, der den entscheidenden 34:29-Relegationssieg gegen den MTV Rheinwacht Dinslaken am Samstag während der Reha aus der Ferne verfolgte, steht und funktioniert. Das Team auf dem Spielfeld ist noch nicht komplett. Den fünf Abgängen stehen bislang vier Zugänge gegenüber (siehe Anhang), darunter in dem 1,95-Meter-Kreisläufer Frank Eisenhardt nur ein Feldspieler. „Wir wissen, dass wir da noch etwas tun müssen, noch zwei gestandene Spieler sollen kommen“, erklärt Gula. Mit einem steht der TVP offenbar kurz vor dem Abschluss. Auch soll die Kooperation mit der A-Jugend von Frisch Auf Göppingen ausgebaut werden, wodurch bereits Torhüter Magnus Riegel mit einem Zweitspielrecht für die Plochinger auflaufen wird.

Von Trainer Schwöbel überzeugt

Lange, nämlich schon seit Mitte Dezember, ist die Trainerfrage geklärt: Der frühere Ostfilderner Michael Schwöbel wird Nachfolger von Daniel Brack, der nach sechs Jahren und zwei Aufstiegen mit dem TVP zum VfL Pfullingen wechselt. Dass bei Schwöbels Verpflichtung die 3. Liga nicht nur zeitlich noch weit weg war (die Mannschaft war in der Baden-Württemberg Oberliga mit 18:12 Punkten Sechster), ändert nichts daran, dass die Vereinsführung von der Entscheidung nach wie vor voll überzeugt ist. „Er war die erste Wahl. Es gibt erfahrenere Trainer, aber ein jüngerer passt gut zu unserem Weg“, sagt Gula über den 36-jährigen B-Lizenz-Inhaber. Schwöbels Aufgabe ist es nun, mitzuhelfen, dass der Traum 3. Liga in einem Jahr nicht vorbei ist.

Zu- und Abgänge

Zugänge: Michael Schwöbel (Trainer; Pause), Marc Schwöbel (Co-Trainer; Pause), Michael Hackius (Co-Trainer; Pause), Frank Eisenhardt (Kreisläufer; TSB Heilbronn-Horkheim), Magnus Riegel (Torhüter; Zweitspielrecht A-Jugend Frisch Auf Göppingen), Kay Siemer (Torhüter; TSV Neuhausen), Manuel Weinbuch (Torhüter; TSG Söflingen).

Abgänge: Daniel Brack (Trainer; VfL Pfullingen), Joachim Rieck (Co-Trainer, Pause); Sebastian Dunz (Torhüter; TSV Wolfschlugen), Lukas Fischer (Rückraumspieler; TSV Neuhausen), Julian Maier (Kreisläufer; SG Weinstadt), Marius Nagel (Torhüter; Karriereende), Felix Zeiler (Rückraumspieler; TSB Heilbronn-Horkheim).

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