Vom Winde zerknüllt – das verformte Kupferdach der Stuttgarter Staatsoper. Foto: Lichtgut/Leif Piechowski

Von dem zerstörten Dach der Oper geht eine große Symbolkraft aus, findet Lokalchef Jan Sellner. Das Unwetter hat das Verhältnis Mensch und Natur auf kleinstem lokalen Raum in den Blickpunkt gerückt.

Stuttgart - Wer weiß, was noch kommt, Stand heute jedoch ist es das Stuttgarter Bild des Jahres: Gemeint ist die Aufnahme des ursprünglich 500-Quadratmeter-Kupferdachs der Staatsoper, das zusammengeknüllt auf dem Vorplatz der Oper liegt. Dieses Bild, aufgenommen von unserem Fotografen Leif Piechowski, wirkt surrealer als alles andere in dieser Stadt. Ein Gebilde wie von einem anderen Stern – in sich verschlungen, verdreht, verbogen. Als hätte jemand mit dem Dach der Oper Bleigießen gespielt, nur dass es Kupfer ist. Der Grünspan verstärkt die bizarre Anmutung noch. Er korrespondiert mit der Umgebung des deformierten Schlossgartens. Fasziniert und irritiert blickt man auf die amorphe Masse, die einmal eine streng geometrische Dachbedeckung war.

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