Foto: Niels Steeman/Unsplash

Ob Sie nun Kredite aus dem Internet als echte Alternative für sich entdeckt haben oder lieber klassisch bei einer Filialbank einen Kredit beantragen: Die Schufa entscheidet über Ihr Darlehen mit. Dabei kursieren viele Irrtümer über die Wirtschaftsauskunftei. Die zehn größten erfahren Sie hier.

Bei der Schufa handelt es sich um eine Behörde.

Die Schufa wurde 1927 gegründet und ist seitdem in privater Hand. Sie war und ist demnach keine staatliche Behörde, sondern seit Anfang des Jahrtausends eine außerbörsliche Aktiengesellschaft. Handels- und Finanzunternehmen halten Anteile an dieser Auskunftei mit Sitz in Wiesbaden.

Weil die Schufa nicht zustimmt, wird mein Kreditantrag abgelehnt.

Wenn Sie beispielsweise an einem Sofortkredit aus dem Internet interessiert sind, entscheidet die Schufa niemals allein über Wohl und Wehe. Die Auskunft der Schufa ist immer nur ein Bestandteil von vielen, die Unternehmen aufgrund deutscher Vertragsfreiheit in ihre Entscheidung einbeziehen.

Mein Schufa-Score verschlechtert sich durch die Selbstauskunft.

Sie haben das Recht, Ihren Score bei der Schufa zu erfragen. Das hat keinerlei Auswirkungen auf dessen Status und damit auch nicht auf Ihre Bonität. Dies gilt für alle Produkte und nicht nur für die Bonitätsauskunft zur Vorlage bei Dritten.

Nur mit einem Anwalt kann ich meine Schufa-Daten ändern lassen.

Haben Sie fehlerhafte Daten durch die Schufa-Auskunft entdeckt, benötigen Sie zur Änderung keinen Anwalt. Nach Bearbeitung durch den Kundenservice korrigiert die Schufa den Fehler rasch. Dies kann für Ihre Kreditanfrage entscheidend sein und ist ein zusätzlicher Ratschlag neben unseren 5 Tipps für einen Onlinekredit.

Die Schufa weiß alles über mich.

Nein. Die Schufa speichert neben Ihrem Namen und der Adresse beispielsweise Bankkonten und Kreditkarten. Informationen wie Ihr Vermögen, Einkommen, Familienstand, Beruf oder auch Ihre Nationalität spielen bei der Schufa keine Rolle. Auch Mitgliedschaften speichert sie nicht.

Ich stehe einfach so in der Schufa.

Niemand landet ohne Vorankündigung oder Zustimmung bei der Schufa. Im Rahmen einer Kontoeröffnung beispielsweise stimmen Sie der Übermittlung Ihrer Daten an die Schufa zu. Auch offene Forderungen erfährt die Schufa erst, nachdem zwei Mahnungen bei Ihnen eingegangen sind. §28a BDSG regelt dies.

Ausschließlich negative Informationen landen bei der Schufa.

Der Großteil aller bei der Schufa gespeicherten Informationen – mehr als 90 Prozent – ist positiv. Die Schufa ist demnach keine Auskunftei, die lediglich offene Forderungen speichert und Verbrauchern Kreditanfragen, Handyverträge und Ähnliches verwehrt. Zurückgezahlte oder laufende Kredite gelten als positive Informationen.

Social-Media- und Wohngegend-Informationen beeinflussen meinen Score.

Die Schufa bezieht keinerlei Informationen aus sozialen Netzwerken wie Facebook, bei denen sich Verbraucher angemeldet haben. Auch die Gegend, in der Sie wohnen, spielt für Ihren Score keine Rolle. Eine Geodaten-Risikobewertung kann aber bei der Schufa unbekannten Verbrauchern nützlich sein.

Die Schufa verschweigt ihre Score-Formel.

Die exakte Formel zur Berechnung ihres Scores gibt die Schufa nicht heraus. Verschiedenen Aufsichtsbehörden hat die Schufa aber Auskunft gegeben. Die Prüfung – auch durch Datenschutzbeauftragte – verlief positiv. Die für die Einhaltung aller Gesetze wichtigen Instanzen gaben der Schufa grünes Licht.

Kreditvergleiche schaden meinem Score.

Falls Sie eine konkrete Kreditanfrage starten, dann kann dies tatsächlich Ihren Score verschlechtern. Insbesondere dann, wenn Sie innerhalb kurzer Zeit bei mehreren Banken anfragen. Eine Konditionenanfrage ist der bessere Weg, denn durch jene informieren Sie sich über aktuelle Offerten völlig unverbindlich.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: