Zwei Mal musste die Feuerwehr im Januar und Februar 2026 zu Bränden in Ostfildern-Kemnat ausrücken. (Symbolfoto) Foto: dpa

Ein Mann aus Ostfildern soll gleich zwei Brände in Ostfildern-Kemnat gelegt haben.

Gleich zwei Mal soll ein 23-jähriger Mann aus Ostfildern als Feuerteufel unterwegs gewesen sein. Ihm werden zwei Brandstiftungen in Ostfildern-Kemnat zur Last gelegt. Das teilen die Staatsanwaltschaft Stuttgart und das auch für den Kreis Esslingen zuständige Polizeipräsidium Reutlingen in einer gemeinsamen Presseerklärung mit.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch waren der Medienmitteilung zufolge Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr zu einem Carport in der Panoramastraße in Ostfildern gerufen worden. Die Polizeibeamten entdeckten vor Ort ein offenes Feuer, das auf ein benachbartes Wohnhaus überzugreifen drohte. Die Beamten konnten es mit einem Feuerlöscher zunächst eindämmen. Die Feuerwehr löschte den Brand dann. Personen wurden nicht verletzt. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 10 000 Euro.

Ein 23-Jähriger aus Ostfildern wurde verhaftet. Er steht im Verdacht der gefährlichen Brandstiftung. Foto: dpa (Symbolbild)

Sofort wurden laut der Pressemitteilung Ermittlungen gegen den Verursacher eingeleitet. Die Spur habe dann zu einem 23-Jährigen aus Ostfildern geführt, der sich in unmittelbarer Nähe zum Brandort aufhielt. Der Verdacht gegen den Mann habe sich erhärtet, und er sei festgenommen worden.

In einem Mehrfamilienhaus war wohl ein Kinderwagen in Brand geraten

Der Mitteilung von Staatsanwaltschaft und Polizeipräsidium zufolge soll der Beschuldigte für einen weiteren Brand verantwortlich sein. Es bestehe der „dringende Verdacht“, dass er auch Ende Januar Feuer in einem Mehrfamilienhaus in der Panoramastraße in Ostfildern-Kemnat gelegt habe. Laut dem damaligen Polizeibericht sollen zunächst ein im Flur abgestellter Kinderwagen und wohl auch dort gelagerte Campingstühle in Brand geraten sein. Die Flammen griffen auf Türen und Türrahmen über. Die Feuerwehr konnte den Brand rasch löschen. Eine Person musste mit einer Leiter aus dem Dachgeschoss gerettet werden. Alle anderen Bewohner hatten das Gebäude verlassen.

Acht Personen hatten leichte Verletzungen erlitten

Acht Bewohner hatten nach dem damaligen Polizeibericht leichte Verletzungen durch das Einatmen von Rauchgasen erlitten. Sie wurden vor Ort ambulant behandelt. Das Gebäude war durch den Rauchgasniederschlag nicht mehr bewohnbar. Die Bewohner wurden durch die Stadtverwaltung anderweitig untergebracht. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 70 000 Euro.

Der Haftrichter des Amtsgerichts Stuttgart hat Haftbefehl gegen den 23-jährigen Tatverdächtigen wegen beider Brände erlassen. Der Beschuldigte befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt.