Von diesem Jahr an gibt es eine Musterungspflicht für junge Männer. Schon jetzt ist die Bundeswehr als Arbeitgeber beliebt. Ein Tag im Karrierecenter Stuttgart.
Die Bundeswehr ist auch nicht mehr das, was sie einmal war. Vorbei die Zeit der strengen Kurzhaarschnitte und des strikten militärischen Tons. Hauptmann Joachim S. (die Nachnamen der Bundeswehrangehörigen dürfen nicht genannt werden), 37 Jahre alt und seit 16 Jahren bei der Truppe, ist ein lockerer Kumpeltyp. Zur grün-braunen Tarnuniform trägt er Ohrringe, einen wallenden Bart und großflächige Tattoos an den Armen. „Hallo, ich bin der Joe. Wir sind hier alle per Du“, begrüßt er Nico B., der sich im Karrierecenter der Bundeswehr in Stuttgart über die Einsatzmöglichkeiten erkundigen will. Hauptmann Joe stellt sich kurz vor: „Ich habe im Grundwehrdienst angefangen und es hat mir so gut gefallen, dass ich geblieben bin. Ich war zu mehrmonatigen Einsätzen in Afghanistan und Niger und bin seit April hier Karriereberater.“ Er weiß also genau, von was er spricht, wenn er die jungen Interessenten berät.
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