Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (rechts) mit seinem Ehemann Daniel Funke. Foto: dpa/Soeren Stache

Bundesgesundheitsministerium von Jens Spahn hat Schutzmasken von einer Firma gekauft, für die auch Spahns Mann arbeitet.

Berlin - Der Medienkonzern Burda hat dem Bund in der ersten Hochphase der Corona-Pandemie im vergangenen Frühjahr beim Beschaffen damals knapper Schutzmasken geholfen. Dem Gesundheitsministerium seien im April 2020 rund 570 000 Masken mit einer Rechnungssumme von 909 451,86 Euro geliefert worden, teilte ein Unternehmenssprecher auf Anfrage am Sonntag mit. Zuerst berichtete der „Spiegel“ darüber. Die Hilfe habe der Vorstand angeboten. Es seien keine Provisionen an Mitarbeiter der Hubert Burda Media GmbH gezahlt worden.

Mit Blick auf Daniel Funke, der Büroleiter der Burda-Repräsentanz in Berlin und Ehemann von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist, erklärte das Unternehmen: „Herr Daniel Funke war zu keinem Zeitpunkt über die Transaktion informiert oder involviert.“ Das Ministerium teilte auf Anfrage mit: „Der Vertrag mit der Burda GmbH ist nach Angebotseingang nach einem standardisierten Verfahren zu marktüblichen Preisen geschlossen und abgewickelt worden.“

Burda betonte, dass es sich um ein Hilfsangebot gehandelt habe

Burda habe die Kosten für die Masken weitergereicht, erklärte der Sprecher, zu einem Preis von 1,73 US-Dollar pro Stück. Der Konzern betonte, dass es sich um ein Hilfsangebot gehandelt habe. Zu keiner Zeit sei ein Geschäft geplant gewesen. Ziel sei gewesen, dem Ministerium schnell zu helfen. Burda habe die Beschaffung angesichts einer Minderheitsbeteiligung an einem Plattformunternehmen in Singapur angeboten. Die Masken seien dem Ministerium im April 2020 in Shanghai übergeben worden, das dann einen Transport nach Deutschland organisiert habe.

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