Enzo Millot gehört beim VfB Stuttgart zu den Spielern mit großen internationalen Ambitionen. Foto: Pressefoto Baumann/Volker Müller

Der 22-jährige Franzose weckt auf dem Transfermarkt das Interesse anderer Vereine – aufgrund seiner Fähigkeiten und aufgrund seiner Vertragssituation. Wir beleuchten die Situation.

Enzo Millot ist ein Unterschiedsspieler beim VfB Stuttgart. Mit feinem linkem Fuß, eleganten Bewegungen und der Gabe, Tore selbst zu erzielen (sechs in 20 Pflichtpartien) oder Treffer vorzubereiten (vier im bisherigen Saisonverlauf). Schon aus diesen Gründen wird der Mittelfeldspieler immer wertvoller für den Fußball-Bundesligisten. Wenngleich die Leistungen des Franzosen nicht ganz konstant erscheinen. Was an seinen erst 22 Jahren liegt, aber ebenso an seiner Spielweise.

Voller Risiko agiert Millot und sprüht manchmal vor Spielfreude, doch gelegentlich wirkt er launisch auf dem Platz. Dennoch ist das enorme Potenzial des Franzosen unbestritten – und die Interessenten mehren sich nach den Champions-League-Auftritten offenbar. Zieht es den Techniker also schon im Winter weg? Anzeichen dafür gibt es nicht beim VfB, der an diesem Freitag (20.30 Uhr) den 1. FC Union Berlin erwartet. Die Spielerseite hat offenbar keinen Wechselwunsch hinterlegt, und die Stuttgarter wollen ihn lange halten.

Trotzdem kann etwas passieren. Dafür müsste die Ablösesumme jedoch in den Bereich eines unmoralischen Angebots steigen. Denn in Millots Vertrag (bis 2028) ist zwar eine Ausstiegsklausel verankert, diese gilt aber für den kommenden Sommer. Etwa 20 Millionen Euro sollen es sein, die der U-21-Nationalspieler kostet. Angesichts des aktuellen Marktwerts von 42 Millionen Euro wäre das ein Schnäppchenpreis.

Voraussetzung für einen Wintertransfer wäre, dass sich ein Club bereit erklärt, über 30 Millionen Euro zu bezahlen. Da gibt es nicht viele Arbeitgeber, die das hinbekommen, zumal Millot mit einer Rückkehr in die Heimat liebäugelt. Da käme nur Paris Saint-Germain infrage, sein Herzensverein. Doch Mitte November hatte Millot in einem Interview mit „Free Foot“ erklärt: „Ich bin keinem Verein in ganz Europa, in den großen Ligen, verschlossen. Wenn ich die Chance habe, zu einem der größten Vereine der Welt zu wechseln, wird es mir eine Freude sein.“