Trotz zuletzt weniger Spielzeit hält VfB-Trainer Sebastian Hoeneß große Stücke auf Mittelfeldspieler Chema. Foto: IMAGO/Rudel

Neuzugang Chema startete beim VfB Stuttgart fulminant, muss momentan aber wieder für Atakan Karazor Platz machen. Trainer Sebastian Hoeneß ordnet die Situation ein.

Zu Beginn der Saison legte Neuzugang Chema einen regelrechten Heißstart hin. Der aus dem Nachwuchs von Real Madrid nach Stuttgart gewechselte Spanier absolvierte eine Top-Vorbereitung und erzielte beim 1:0 gegen Borussia Mönchengladbach am zweiten Spieltag prompt den Siegtreffer. Einiges deutete darauf hin, dass er Kapitän Atakan Karazor, an der Seite von Angelo Stiller auf der Doppel-Sechs im defensiven Mittelfeld gesetzt, eher über kurz als über lang verdrängen würde.

Im Laufe der Spielzeit ragten die Leistungen des 20-Jährigen dann aber seltener heraus. Vielmehr pendelten sie sich für einen Neuzugang seines Alters auf einem soliden Normalmaß ein. Hoeneß warf angesichts der vielen Spiele die Rotationsmaschine an. Karazor war zurück im Spiel. Und scheint nun Chema fürs Erste wieder aus der Startelf verdrängt zu haben. Beim fulminanten 4:1-Sieg in Leverkusen bot der Kapitän eine bärenstarke Leistung. Auch am Dienstag (18.30 Uhr) gegen Eintracht Frankfurt dürfte es in der Startaufstellung heißen: Karazor statt Chema.

Was für einen aber überhaupt nicht verwunderlich ist: Für den Cheftrainer. Sebastian Hoeneß spricht mit Blick auf den spanischen U-21-Nationalspieler von einem „ganz normalen Verlauf“. Chema sei im vergangenen Sommer „sehr gut reingekommen“, so Hoeneß. „Er hat gleich gezeigt, warum wir ihn wollten.“ Zu Beginn habe er im defensiven Mittelfeld die „Nase vorn gehabt“. Dann, so der 43-Jährige weiter, habe es aber auch Spiele wie in der Europaleague in Basel (0:2) gegeben, die gezeigt hätten, „dass er jung ist und auf diesem Niveau noch nicht so viel gespielt hat“.

Legte fulminant los, ließ dann aber etwas nach: VfB-Profi Chema. Foto: Baumann

Zuletzt saß Chema häufiger auf der Bank. „Ganz normal“, befindet Hoeneß, der dem Eindruck, der Youngster sei sportlich ins Hintertreffen geraten, vehement widerspricht. Stattdessen hielt er vor dem Frankfurt-Spiel eine Lobesrede auf den Sechser: „Seine Klasse, die er in dem halben Jahr bei uns gezeigt hat, ist bemerkenswert. Und die Art, wie er auftritt, ist überragend. Er geht immer positiv an die Sache heran, ist lernwillig.“

„Hoeneß: Chema gehört die Zukunft“

Angesichts eines vollen Kalenders mit Bundesliga, Europaleague und DFB-Pokal werde der mit einem Vertrag bis 2030 ausgestattete Spanier in den kommenden Wochen und Monaten wichtig bleiben. Hoeneß ist sich sicher: „Chema gehört die Zukunft.“