Quelle: Unbekannt

Der Mitsubishi L200 ist wie für Leute, die mit ihrem Pick-up auch tatsächlich immer mal wieder im Gelände unterwegs sind. Allradantrieb gibt es bereits in der Basisversion.

EsslingenLifestyle ist nicht sein Ding! Der Mitsubishi L200 ist eher ein „Arbeitstier“, geschaffen für Leute, die die Ärmel hochkrempeln und die mit dem Pick-up auch tatsächlich immer mal wieder im Gelände unterwegs sind. Jetzt haben die Japaner die sechste Generation auf den Markt gebracht – und sie verweisen zu Recht dabei auf ihre mehr als 80-jährige Erfahrung mit Allradfahrzeugen. Allradantrieb bereits in der Basisversion (ab 29 690 Euro), das ist für Mitsubishi eine Selbstverständlichkeit.

Gleich zwei Allradsysteme werden für die Neuauflage des L200 angeboten. Perfekten Grip auf unbefestigten Straßen bietet der kupplungsgesteuerte, zuschaltbare „Easy Select 4WD“-Allradantrieb. Das bereits in der Einstiegsversion serienmäßige System bringt die Kraft des neu entwickelten 2.2 Liter Dieselmotors ausschließlich an die Hinterräder.

Im Gelände oder unter widrigen Bedingungen mit Schnee und Eis kann der Fahrer jedoch auf Allradantrieb wechseln – und das sogar während der Fahrt, bei einer Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Die Auswahl des Antriebsmodus erfolgt über den leicht erreich- und regelbaren Drehschalter in der Mittelkonsole. Während „4H“ einen starren Allradantrieb zur Folge hat, aktiviert „4L“ zusätzlich die Untersetzung für schweres Gelände. In der „2H“-Einstellung werden wiederum nur die Hinterräder bedient, was den Kraftstoffverbrauch niedrig hält.

Noch mehr Traktion bietet das differentialgesteuerte, permanente Allradsystem „Super Select 4WD-II“. Der ab der mittleren Ausstattungslinie Plus erhältliche Antrieb wurde für schwierigste Bedingungen konzipiert und hat sich nach Angaben des Herstellers weltweit unter härtesten Einsatzbedingungen bewährt. Der L200-Fahrer kann hier ebenfalls bei bis zu 100 km/h zwischen Heck- und Allradantrieb wechseln und selbst bei plötzlichem Haftungsverlust den Schwung beibehalten, heißt es. Nach wie vor gibt es den L200 als Club Cab mit 2+2-Sitzen sowie als viertürige, fünfsitzige Doppelkabine (ab 31.490 Euro). Bei der Club-Kabine gelangt man nur durch gegenläufige Nottüren auf die schmalen Sitze in der zweiten Reihe.

Der Look ist kantiger

Natürlich hat Mitsubishi beim neuen, 5,30 Meter langen L200 auch in puncto Design Hand angelegt: Die Frontpartie vor der angehobenen Motorhaube prägen nun ein schmalerer, höher platzierter Kühlergrill mit den markentypischen Doppelstreben und ein offenerer unterer Lufteinlass, der von ausgeprägten Chromspangen flankiert wird. Für einen kantigeren Look wurde das Heck komplett umgestaltet, die Rückleuchtensignatur reicht nun bis ans obere Ende der Heckklappe.

Die Ladefläche des in Thailand gebauten L200 bleibt bei mindestens 1,52 Meter Länge. Neu sind hingegen das 6-Gang-Automatikgetriebe und der 2.2 Liter Dieselmotor mit 150 PS, der bereits der Abgasnorm Euro 6d-Temp-Evap entspricht. Der Verbrauch liegt im besten Fall bei 7,5 Litern (198 g/km CO2). Durch die neue Offroad-Traktionskontrolle mit vier wählbaren Fahrmodi, einer Bergabfahrhilfe und der Möglichkeit einen permanenten Allradantrieb in Kombination mit Geländeuntersetzung zu erhalten, setzt der L200 neue Maßstäbe im Pick-up Segment.

Mitsubishi hat darüber hinaus Bremsen, Fahrwerk und Fahrkomfort optimiert. Innen gibt es neu konturierte, bequemere Vordersitze und erstmals auch moderne Assistenzsysteme, wie beispielsweise Auffahrwarner inklusive Fußgängererkennung, 360-Grad-Kamera, Notbremsassistent sowie ein Fernlicht-, Totwinkel- und Ausparkassistent. Bereits die Basisversion verfügt über Lederlenkrad und -schaltknauf, elektrische Fensterhebern, Zentralverriegelung, elektrisch einstellbare Außenspiegel, ein neues Multi-Informationsdisplay sowie ein Audiosystem mit CD-Radio, MP3-Funktion und USB-Schnittstelle. Das Exterieur prägen ein in Wagenfarbe gehaltener Stoßfänger und vorderer Unterfahrschutz, die Varianten mit Doppelkabine fahren zudem auf 16-Zoll-Leichtmetallfelgen vor.

Während der Einführungsphase bietet Mitsubishi auch eine Intro Edition (ab 37.990 Euro) mit Doppelkabine (Handschaltung oder Automatik) die auf der Plus-Ausstattung aufbaut, zusätzlich noch LED-Scheinwerfer, 2-Zonen-Klimaautomatik sowie Totwinkel-, Auspark- und Fernlichtassistent beinhaltet.

Mitsubishi ist übrigens der älteste japanische Autohersteller und hat bereits 1917 mit dem Model A (35 PS) das erste japanische Auto gebaut. Seit 40 Jahren auch auf dem deutschen Markt vertreten, wurden hierzulande seitdem 1,7 Millionen Fahrzeuge verkauft. Davon sind 500.000 immer noch auf deutschen Straßen.

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