Der Bausparvertrag ist populär – 2017 wurden fast 27 Millionen Verträge abgeschlossen. Foto: picture alliance/Franziska Kra - picture alliance/Franziska Kraufmann

Mit einem Bausparvertrag sichern sich Bausparer die Zinsen von morgen und können von äußerst zinsgünstigen Darlehen und staatlichen Fördermöglichkeiten profitieren .

EsslingenZu den beliebtesten Anlageformen der Deutschen gehört nach wie vor der Bausparvertrag. Rein rechnerisch besitzen rund drei Viertel aller Haushalte einen solchen Sparvertrag. Die Bundesbank zählte Anfang 2019 fast 27 Millionen abgeschlossener Verträge. Diese Popularität hat ihren Grund: „Wer eine Immobilie, deren Umbau oder Modernisierung finanzieren möchte, greift zum Bausparvertrag. Bausparer sichern sich heute die Zinsen von morgen und profitieren von äußerst zinsgünstigen Darlehen und staatlichen Fördermöglichkeiten“, erklärt Markus Hahn, Leiter des ImmobilienCenters Esslingen der Kreissparkasse.

Das macht den Bausparvertrag für langfristig orientierte Immobilienfinanzierer trotz der anhaltenden Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank zur Sparform der Wahl. Wer in der Zukunft steigende Zinsen erwartet, für den bleibt der Bausparvertrag sogar alternativlos. „Da die späteren Darlehenszinsen von Anfang an feststehen, haben Bausparer bei der Tilgung Planungssicherheit, bis die letzte Rate bezahlt ist“, erläutert Finanzierungsexperte Hahn.

Eigenkapital aufbauen

Ein Bausparvertrag kombiniert im Prinzip zwei Verträge: einen Sparplan und ein Immobiliendarlehen. In der sogenannten „Ansparphase“ bauen Bausparer durch regelmäßiges Sparen zunächst Eigenkapital auf. Dadurch entsteht nach und nach ein solider finanzieller Grundstock für spätere Investitionen. Wie hoch die individuelle Bausparsumme und damit das Fundament für die Wunschimmobilie sein sollen, hängt von den jeweiligen Investitionskosten ab.

Hat der Bausparer nach einer gewissen Zeit einen bestimmten Teil der Summe – in der Regel etwa 40 Prozent – angespart, bezeichnet die Bausparkasse den Vertrag als „zuteilungsreif“. Die Bausparsumme ist damit zu 100 Prozent abgesichert, und der Sparer kann das Darlehen für die Baufinanzierung in Anspruch nehmen. In der zweiten Phase, der Darlehensphase, verfügt der Bausparer tatsächlich über die gesamte Bausparsumme und zahlt diese zum vorher fest vereinbarten Zinssatz zurück.

Darüber hinaus können Bausparer unter bestimmten Voraussetzungen eine ganze Reihe von Fördermöglichkeiten nutzen. Dazu gehören beispielsweise Vermögenswirksame Leistungen, Arbeitnehmersparzulage, Wohnungsbauprämie und Wohn-Riester. „Welche Fördermöglichkeiten sich am besten eignen und wie ein Bausparvertrag passgenau in die Finanzierung eingebaut wird, klärt man sinnvollerweise in einem persönlichen Beratungsgespräch mit einem Experten. Der Fachmann kann auch Alternativen aufzeigen“, sagt der Leiter des ImmobilienCenters Esslingen. red

Weitere Informationen im Netz unter www.ksk-es.de/bausparen

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: