Wenn Russland-Freunde demonstrieren, so wie hier in Berlin, ist auch die Flagge von Durschba-Global immer dabei. Foto: IMAGO/ZUMA Wire

20 000 Kilometer auf prorussischer Mission: Während manche Demokratievereine ihre Gemeinnützigkeit einbüßen, genießt Druschba-Global das Steuerprivileg.

Klar, man braucht Sitzfleisch, wenn man mit „Druschba-Global“ etwas für den Weltfrieden tun möchte. Im Privatwagen geht es über Polen, Litauen und Weißrussland bis ins gelobte russische Land. Es habe allein fünf Tage gedauert, bis man den Dnepr überquert habe, erzählt ein Teilnehmer, der für das Internet liebevoll ein Video über die Fahrt geschnitten hat. Während ukrainische Dörfer und Städte in Schutt und Asche gelegt werden, treffen sich die selbst ernannten „Friedensaktivisten“ mit russischen Lokalvertretern und distanzieren sich von der offiziellen deutschen Politik. „Wir wollen zeigen, dass nicht alle Deutschen so sind“, erklärt der Reiseleiter Reinhold Groß, ein 64-jähriger Unternehmensberater mit Vokuhila-Frisur aus dem badischen Hohberg, in dem Video.

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