Auch die für Schulen zuständige Kultusministerin möchte noch etwas dazulernen. Nun besuchte Theresa Schopper die Schule Innenstadt in Esslingen.
Das Mittagessen fiel aus. Zwischen zwei Terminen besuchte Kultusministerin Theresa Schopper die Schule Innenstadt in Esslingen. „Wir fallen ja nicht vom Fleisch“, witzelte die gut gelaunte Grünenpolitikerin, als sie im generalsanierten Schulhaus in der Blumenstraße eintraf. Für alle Fälle hatte die Schule Snacks und Butterbrezeln bereitgestellt. Trotz ihres straffen Zeitplans ließ sich die Ministerin nicht hetzen und hörte aufmerksam zu, als ihr erklärt wurde, wie an der Schule Innenstadt gelernt wird. Dort war die Freude groß über den Besuch, der im Rahmen der Woche der Gemeinschaftsschulen stattfand. Mit dabei waren die Landtagsabgeordneten Andrea Lindlohr und Andreas Deuschle, Schulbürgermeister Yalcin Bayraktar sowie Vertreter des Staatlichen Schulamts. „Das ist für uns eine sehr große Wertschätzung“, sagte der Schulleiter Jörg Hofrichter.
Die Gemeinschaftsschule ist die jüngste Schulart im Land und wurde im Schuljahr 2012/13 eingeführt. Das pädagogische Konzept zielt darauf ab, den nach Schularten gegliederten Unterricht in der Sekundarstufe aufzubrechen. Alle lernen zusammen, aber je nach Fach und individuellen Fähigkeiten auf einem von drei möglichen Niveaus. Zur Gemeinschaftsschule gehören eine verbindliche Ganztagsschule, regelmäßige Lerncoaching-Gespräche, Kompetenzraster und ein individuelles Feedback im Lerntagebuch. Alle Abschlüsse sind möglich – bis hin zum Abitur. An der Schule Innenstadt wurde zum Schuljahr 2021/22 die gymnasiale Oberstufe eingeführt. „Wir leben Vielfalt“, sagte die Abteilungsleiterin Inga Fortanier über ihre Schule, die zudem ein musisches Profil hat.