Von links: Dr. Jürgen Zieger, Dr. Gunter Joas, Minister Manfred Lucha, Matthias Ziegler, Andrea Lindlohr. Foto: Klinikum Esslingen - Klinikum Esslingen

Der Sozialminister Manne Lucha besuchte vergangenen Freitag die Kinder- und Jugendpsychatrie am Klinikum Esslingen. "Man spüre den Spirit des Team", sagte er.

Esslingen (red)Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie bekam hohen Besuch: Der Minister für Soziales und Integration Manfred Lucha kam vergangenen Freitag, um Einblick in die Arbeit der Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Esslingen zu erhalten. „Ich freue mich, hier zu sein, man spürt den Spirit des Teams, die Offenheit für Neues und das hohe Maß an Lösungsorientierung“, so Lucha. Umso wichtiger sei dies vor dem Hintergrund steigender Zahlen der Betroffenen. So zeige beispielsweise der aktuelle Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit, dass psychische Erkrankungen mittlerweile zu den häufigsten chronischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter gehörten. „Ich gehe aber nicht von einer massiven Zunahme aus, sondern davon, dass man heute genauer hinschaut. Aus der Dunkelziffer von früher ist heute eine Hellziffer geworden“, so der Minister. Genau für diese herausfordernde und wichtige Zukunftsaufgabe brauche das Land Institutionen wie die Kinder- und Jugendpsychiatrie in Esslingen, die sich in dieser vorbildlichen Weise engagieren. Auch das Land habe, so der Minister, in den letzten 15 Jahren die stationären und tagesklinischen Kapazitäten von ca. 400 auf über 600 Plätze erhöht.

Das Klinikum Esslingen präsentierte bei dieser Gelegenheit auch sein neuestes Versorgungsangebot. Seit November 2019 arbeitet die Kinder- und Jugendpsychiatrie mit psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen auch in deren häuslichem Umfeld. Die sogenannte Stationsäquivalente Behandlung (StäB) ist ein sehr innovatives Konzept, bei dem nicht der junge Patient in der Klink aufgenommen wird, sondern die Klinik zum Patienten kommt.

„Je früher eine Behandlung eingeleitet wird, umso besser sind die Behandlungserfolge. Es ist mir deshalb ein wichtiges Anliegen, dass Betroffene nicht stigmatisiert werden. Durch Ihre wertvolle Arbeit tragen Sie ganz wesentlich dazu bei“, dankte Minister Lucha dem Esslinger Team.

Dr. Gunter Joas, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendpsychiatrie und Psychosomatik dankte dem Minister für sein Interesse. „Wir freuen uns sehr über das Interesse des Ministers an unserer Arbeit. Aber natürlich, wenn wir den Minister da haben, dann ist es auch die Gelegenheit für die Unterstützung bei der Weiterentwicklung des Bereichs zu werben“, so Joas. Er erläuterte dem Minister den Bedarf an einer Erweiterung der Klinik, die auch ein besseres Versorgungsangebot von Jugendlichen beim Übergang in den Erwachsenenbereich einschließen sollte.

Auch Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger dankte dem Team für die hervorragende Arbeit und dem Minister für seinen Besuch in Esslingen. „Das Klinikum Esslingen hat für die medizinische und pflegerische Versorgung der Bürgerinnen und Bürger eine bedeutende Rolle. Für den Erhalt und Ausbau der Leistungsfähigkeit ist auch eine ausreichende finanzielle Unterstützung des Landes erforderlich“, warb der Oberbürgermeister.

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