Für fünf Millionen Euro ist am Klinikum Ludwigsburg eine neue Station entstanden. Die ganze Einrichtung findet sich jetzt auf einer Ebene. Eltern können besser mit übernachten.
Gut eineinhalb Jahre wurde in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin im RKH Klinikum Ludwigsburg geplant, gehämmert, geschraubt und gestrichen. Mit einer Investition von rund fünf Millionen Euro ist jetzt eine neue, moderne Kinderstation mit 24 Behandlungsplätzen entstanden. Das teilte das Klinikum am Freitag mit.
Die Station beherbergt zwei Isolierzimmer mit Schleuse, um den zunehmenden Infektionswellen der vergangenen Jahre Rechnung zu tragen. Vier Zimmer sind der Intermediate-Care-Pflege vorbehalten, sprich der Überwachung und Behandlung sehr aufwendiger Patienten, die zwar nicht auf einer Intensivstation liegen müssen, aber auch nicht fit genug für eine Normalstation sind. Die übrigen Zimmer, die es nun auch für Wahlleistungspatienten gibt, sind für Kinder und Jugendliche mit vorwiegend infektiösen Erkrankungen gedacht.
Kindgerechte, behagliche Gestaltung
„Einzigartig auf der Station ist die Versorgung der Kinder im Bereich der Intermediate Care als Bindeglied zwischen der Intensivstation und der Normalstation“, sagt die Pflege-Bereichsleiterin Silke Herrmann. Die Aus- und Weiterbildung der ärztlichen und pflegerischen Mitarbeiter habe im Bereich der Pädiatrie einen hohen Stellenwert. „Diesem können wir mit der Eröffnung der Station entsprechen.“ Die Station zeichnet sich durch eine kindgerechte, behagliche Gestaltung und der Möglichkeit für Eltern aus, mit aufgenommen zu werden. Bislang gab es für Eltern nur transportable Liegen. „Die Kinderklinik, die kürzlich ihr 75-jähriges Bestehen feierte, hat im einwohnerstarken Landkreis eine wichtige Versorgungsaufgabe und kann sie durch diese Investition noch besser wahrnehmen“, betont Jochen Meyburg, der Ärztliche Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Ludwigsburg.
Klinikteam hat jetzt kürzere Wege
Bei den Überlegungen zur Planung wurde berücksichtigt, dass die Kinderklinik-Stationen auf zwei Etagen verteilt und die Überwachungszimmer im benachbarten Frauen-Kind-Zentrum untergebracht waren. Ziel war also nicht nur, Räume zu sanieren, sondern neu zu strukturieren. Nun befinden sich alle Stationen der Kinderklinik auf einer Ebene. Das ermöglicht den Mitarbeitern kürzere Wege, eine leichtere Zuordnung der Kinder nach Alter und Erkrankung sowie eine bessere Interaktion mit den Eltern.
Die Kinder und ihre Eltern dürfen sich auf mehr Wohlfühlambiente und Komfort freuen, heißt es von Klinikseite. Auch die Regionaldirektorin Anne Matros sieht eine Verbesserung: „Die schwerwiegenden Infektionswellen der zurückliegenden Wochen haben uns gezeigt, wie wichtig es ist, Hand in Hand mit den Eltern und niedergelassenen Kinderärzten eine den Bedürfnissen der Kinder angepasste Versorgung zu ermöglichen und für die Ärzte und Pflegekräfte eine Entlastung durch verbesserte Abläufe zu erzielen.“ Der Umbau soll das nun ermöglichen.