Michael Wendler gibt es bei „DSDS“ nicht mehr zu sehen. (Archivbild) Foto: dpa/Stefan Gregorowius

„DSDS“-Zuschauer bekommen Michael Wendler nicht mehr zu sehen. Er wurde aus der Castingshow herausgeschnitten. RTL hatte diesen Schritt angekündigt, nachdem Wendler Deutschland wegen der Anti-Corona-Maßnahmen bei Telegram als „KZ“ bezeichnet hatte.

Köln/Berlin - RTL hat den Sänger Michael Wendler wie angekündigt aus der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ herausgeschnitten. In der am Samstagabend ausgestrahlten Folge waren zwar alle vier Juroren der Sendung im Bild, Wendler ganz links war jedoch nur schemenhaft erkennbar. Mittels Bildbearbeitung war er digital völlig verpixelt worden. Sprechblasen ersetzten in der aufgezeichneten Show Wortmeldungen von ihm. RTL zog damit Konsequenzen aus jüngsten Äußerungen Wendlers beim Messengerdienst Telegram. 

Darüber hinaus blendete der Privatsender mit weißer Schrift vor schwarzem Bildschirmhintergrund einen redaktionellen Hinweis ein, dass „ein Juror Verschwörungstheorien verbreitet“ habe. Wegen „völlig untragbarer Äußerungen“ habe man ihn aus den 2020 aufgezeichneten Folgen herausgeschnitten. „Wir verurteilen jegliche Form von Antisemitismus, Rassismus sowie Diskriminierung auf das Schärfste.“

RTL hatte diesen Schritt am Mittwoch angekündigt, nachdem Wendler Deutschland wegen der Anti-Corona-Maßnahmen bei Telegram als „KZ“ bezeichnet hatte. Angeblich sei „KZ“ eine Abkürzung für „Krisen Zentrum“ gewesen, hatte er später auf Instagram behauptet. In der breiten Öffentlichkeit waren die Buchstaben jedoch als Synonym für „Konzentrationslager“ wahrgenommen worden. Zwischen Wendler und RTL war es schon im Herbst 2020 zum Bruch gekommen.

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