Pfullinger Bürgermeister Michael Schrenk Foto: Frank Pieth

Bürgermeister Michael Schrenk ist wegen Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden. Die Vorsitzenden der Pfullinger Ratsfraktionen hatten kritisiert, dass der 50-Jährige ein halbes Jahr lang jeglichen Kontakt verweigert hatte.

Pfullingen - Der 50-jährige Bürgermeister der Stadt Pfullingen, Michael Schrenk, ist wegen Dienstunfähigkeit in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden. Diese Entscheidung traf das Landratsamt Reutlingen in seiner Funktion als Kommunalaufsicht für die Städte und Gemeinden im Kreis.

Die Absetzung des parteilosen Bürgermeisters hat eine lange und nicht unproblematische Vorgeschichte. Seit dem 15. Juni konnte Schrenk aufgrund einer Erkrankung sein Amt nicht mehr ausüben. Auf Anfragen der Gemeinderäte, aber auch der Verwaltungsmitarbeiter reagierte er nicht. Die Vorsitzenden der Pfullinger Ratsfraktionen kritisierten öffentlich, dass Schrenk seit seinem letzten Arbeitstag keinen Kontakt zu seinen ehrenamtlichen Stellvertretern oder zum Gemeinderat gehalten habe. Die Arbeit des Bürgermeisters hatte vertretungsweise sein Stellvertreter Martin Fink übernommen.

Innerhalb von drei Monate muss eigentlich neu gewählt werden

Laut Rechtsgrundlage müsste innerhalb von drei Monaten eine Neuwahl stattfinden. Landrat Thomas Reumann erklärte, dass aufgrund der Pandemie auch ein späterer Termin möglich sei. Zur Erkrankung Schrenks wollte sich Reumann nicht äußern, das sei Privatsache. Die amtsärztliche Untersuchung habe ergeben, dass der Rathauschef dienstunfähig sei. Schrenk ist seit 2015 Bürgermeister, seine Amtszeit hätte 2023 geendet.

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