Die Gewerkschaft ruft Beschäftigte aus mehr als 140 Betrieben im ganzen Land dazu auf, die Arbeit niederzulegen. (Archivbild) Foto: dpa/Nicolas Armer

Seit knapp zwei Wochen ruft die IG Metall zu Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie auf, nun steht der bisher größte Aktionstag an. Die Corona-Pandemie sorgt dabei für einige Premieren.

Stuttgart - Die IG Metall erwartet am Freitag den Höhepunkt der aktuellen Warnstreikwelle in der Metall- und Elektroindustrie im Südwesten. Nachdem auch die vierte Runde der Tarifverhandlungen am Dienstag keine Fortschritte gebracht hat, ruft die Gewerkschaft nun Beschäftigte aus mehr als 140 Betrieben im ganzen Land dazu auf, die Arbeit niederzulegen. Außerdem ist am Vormittag (ab 10.00 Uhr) ein „digitaler Warnstreik“ mit einem Livestream im Internet geplant - mit Musik, Gesprächsrunden und einer Kochshow mit Bezirksleiter Roman Zitzelsberger.

In den Betrieben wird es wegen der Corona-Lage wieder überwiegend sogenannte Frühschluss-Aktionen geben, zum Beispiel bei Porsche in Stuttgart. Einige Kundgebungen plant die IG Metall aber auch, unter anderem bei Bosch in Reutlingen.

Die IG Metall fordert unter anderem vier Prozent mehr Geld - entweder in Form von Lohnsteigerungen oder als zumindest partiellen Ausgleich, wenn ein Betrieb in der Krise die Arbeitszeit reduziert. Der Arbeitgeberverband Südwestmetall lehnt das ab und fordert stattdessen, tarifliche Sonderleistungen zu kürzen. Das wiederum will die Gewerkschaft nicht mitmachen.

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