Weckt nach wie vor Emotionen: Das überarbeitete Cabrio der Mercedes C-Klasse. Foto: Daimler AG/Daimler AG - Global - Daimler AG/Daimler AG - Global Communication

Mercedes hat das aktuelle Cabrio der C-Klasse überarbeitet. Neben Designretuschen und modernisiertem Interieur stehen für das nach oben offene Vergnügen jetzt die gesamte Palette von neuen Motoren zur Verfügung.

StuttgartVier Generationen gibt es schon davon – und sie ist sozusagen ein Selbstläufer: Die C-Klasse, das erfolgreichste Modell von Mercedes. Doch darauf ruhen sich die Stuttgarter nicht aus: Die neue, fünfte Generation ist schon in der Vorbereitung.

Doch bevor diese voraussichtlich 2021/2022 auf den Markt kommt, hat Mercedes – nach Limousine, T-Modell und Coupé – auch das aktuelle Cabrio der C-Klasse überarbeitet. Neben Designretuschen und modernisiertem Interieur stehen für das nach oben offene Vergnügen jetzt die gesamte Palette von neuen Motoren zur Verfügung. Die Benziner- und Diesel-Einstiegspreise des gelifteten C-Klasse-Cabrios lauten 43 988,35 Euro (C 180, mit 156 PS) beziehungsweise 46 963,35 Euro (C 200 d, mit 160 PS) – und liegen damit jeweils einige Hunderter unter den Cabrio-Konkurrenzmodellen Audi A4 oder BMW 3er. Mit 4,69 Metern ist die Länge gleich geblieben. Dass aber bei der Modellpflege der C-Klasse mehr als 6000 Fahrzeugteile überarbeitet wurden, sieht man dem Cabrio wahrlich nicht an. Äußerlich erkennt man das Facelift nur an neuen Schürzen und neuen Scheinwerfern. Aber wozu auch an einem schönen Design herumbasteln, werden sich die Entwickler gefragt haben. So wurde die sportliche Eleganz gewahrt – und im Innenraum fallen C-Klasse-Kennern sofort die Anleihen aus E- und S-Klasse auf, beispielsweise ein Lenkrad mit Sensortasten oder das digitale Kombiinstrument mit größerem Bildschirm daneben.

Außerdem gibt es ein verbessertes Angebot an Assistenzsystemen sowie die Wellness-Anwendungen der sogenannten Energizing-Komfortsteuerung. Die Assistenzsysteme sind nun praktisch auf dem Stand der S-Klasse, die meisten freilich gegen Aufpreis. Das Gewicht hält Mercedes dank intelligentem Leichtbaus relativ niedrig. Unter anderem bestehen Kotflügel, Motorhaube und Heckdeckel aus Leichtmetall. Zur Gewichtsreduzierung trägt auch das Stoffverdeck bei, das in der Basisvariante in Schwarz ist und auf Wunsch auch mit einem mehrlagigen Akustikverdeck in den Farben Dunkelbraun, Dunkelblau, Dunkelrot oder Schwarz geordert werden kann. Das Verdeck öffnet beziehungsweise schließt sich innerhalb 20 Sekunden, sehr schnell also, und das funktioniert auch bei einem Tempo bis 50 km/h. Das Verdeck kann auch per Fahrzeugschlüssel von außen mit den Tasten „Öffnen“/„Schließen“ betätigt werden. Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 360 Liter (285 Liter bei geöffnetem Dach) nicht gerade üppig, reicht aber etwa für das Gepäck einer Kurzreise gut aus. Die aktuelle C-Klasse insgesamt verfügt über berührungssensitive Touch-Controls im Lenkrad. Wie die Oberfläche eines Smartphones reagieren sie auf Wischbewegungen. Damit erlauben sie die Steuerung der Funktionen des Kombiinstruments und des gesamten Infotainments, ohne dass der Fahrer die Hände vom Lenkrad nehmen muss. Neu ist auch die Bedienung von Distronic und Tempomat über Bedienelemente direkt am Lenkrad. Zusätzlich lässt sich das Infotainmentsystem über das Touchpad mit Controller (neu: haptische Rückmeldung) in der Mittelkonsole oder die Sprachsteuerung Linguatronic bedienen. Auch Fahrzeugfunktionen wie etwa die Sitzheizung lassen sich jetzt per Sprache steuern. Das optionale Head-up-Display ist jetzt über einen noch größeren Bereich einstellbar.

Die vierte Generation der C-Klasse verfügt über die aktuellsten Fahrassistenz-Systeme von Mercedes und kann in bestimmten Situationen teilautomatisiert fahren. Dafür hat sie das Verkehrsumfeld genau im Blick: Verbesserte Kamera- und Radarsysteme lassen sie bis zu 500 Meter vorausschauen. Die Umfelderkennung erfolgt per Radar mit bis zu 250 Meter nach vorn, 40 Meter zur Seite, 80 Meter nach hinten. Die wichtigsten Neuerungen gibt es unter der Haube, nämlich eine Auswahl von vier Benzinern sowie drei Dieselmotoren: Mit der Modellpflege hat Mercedes auch den Vierzylinder-Diesel in die C-Klasse eingeführt: Er biete mehr Leistung, benötige weniger Kraftstoff und konnte in den Geräusch- und Vibrationseigenschaften verbessert werden, heißt es. Die sieben Motoren decken ein Spektrum ab von 156 bis 333 PS (Benziner) und 160 bis 245 PS (Diesel). Noch kräftiger sind die AMG-Versionen mit 390 bis 510 PS.

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