Äußerlich ist die Modellpflege des C-Klasse T-Modells an neuen Schürzen und Scheinwerfern erkennbar. Foto: Daimler AG - Daimler AG

Mercedes hat das aktuelle T-Modell der C-Klasse einem Facelift unterzogen. Neben Designretuschen und modernisiertem Interieur stehen für den Edelkombi nun auch neue Motoren zur Verfügung.

StuttgartDie C-Klasse ist die erfolgreichste Baureihe von Mercedes, sozusagen ein Selbstläufer. Doch darauf ruhen sich die Stuttgarter nicht aus: Die neue, fünfte Generation ist schon in der Vorbereitung. Doch bevor diese voraussichtlich 2021 auf den Markt kommt, hat Mercedes – nach der Limousine – vor kurzem auch das aktuelle T-Modell der C-Klasse einem Facelift unterzogen. Neben Designretuschen und modernisiertem Interieur stehen für den Edelkombi auch neue Motoren zur Verfügung. Der Einstiegspreis lautet jetzt 34 200 Euro (C 160, Benziner mit 129 PS) – und liegt damit einige Hunderter unter denen der traditionellen Konkurrenzmodelle wie Audi A4 Avant oder BMW 3er Touring.

Assistenzsysteme aus S-Klasse

Dass bei der Modellpflege mehr als 6000 Fahrzeugteile überarbeitet wurden, sieht man dem 4,81 Meter langen Kombi nicht an, äußerlich erkennt man das Facelift nur an neuen Schürzen und neuen Scheinwerfern. Aber wozu auch an einem schönen Design herumbasteln, werden sich die Entwickler gefragt haben. Im Innenraum jedoch fallen C-Klasse-Kennern sofort die Anleihen aus E- und S-Klasse auf, beispielsweise ein Lenkrad mit Sensortasten oder das digitale Kombiinstrument mit größerem Bildschirm daneben. Außerdem gibt es ein verbessertes Angebot an Assistenzsystemen sowie die Wellness-Anwendungen der sogenannten Energizing-Komfortsteuerung. Die Assistenzsysteme der C-Klasse sind nun praktisch auf dem Stand der S-Klasse, die meisten freilich gegen Aufpreis.

Die wichtigsten Neuerungen gibt es unter der Haube, nämlich eine Auswahl von fünf, jetzt durchweg mit Partikelfiltern ausgerüsteten Benzinern sowie vier Dieselmotoren: Mit der Modellpflege hat Mercedes auch den Vierzylinder-Diesel in die C-Klasse eingeführt: Er biete mehr Leistung, benötige weniger Kraftstoff und konnte in den Geräusch- und Vibrationseigenschaften verbessert werden, heißt es. Die Motoren decken ein Spektrum ab von 90 kW/122 PS (Diesel, ab 36 580 Euro) bis 287 kW/333 PS (Benziner, ab 55 442 Euro). Noch kräftigere Motoren bieten die AMG-Versionen (390 bis 510 PS).

Bei den Benzinern kommt nun ein neuer 1,5-Liter-Motor mit 135 kW/184 PS zum Einsatz, dem ein riemengetriebener 48-Volt-Startergenerator zugeschaltet wird. Er verbessere das Beschleunigungsvermögen und reduziere den Verbrauch auf bis zu 6,0 Liter (CO2: 136 g/km). Die Kombination aus 48-Volt-System und EQ Boost schafft laut Mercedes zudem die Voraussetzungen für Zusatzfunktionen, die dazu beitragen, den Kraftstoffverbrauch weiter zu senken. Beim Verzögern rekuperiert der Starter-Generator kinetische Energie und lädt die Batterie. Die Wasserpumpe wird elektrisch angetrieben und über ein Kennfeld angesteuert. So werde die Kühlleistung möglichst optimal an den Bedarf angepasst. Weitere Vorteile sind der Segelbetrieb mit ausgeschaltetem Motor und die rekuperative Bremse mit intelligentem Motorstopp bei rollendem Fahrzeug. Das Ladevolumen von 460 bis 1480 Liter (laut Datenblatt) ist für einen Edelkombi ein guter Wert. Besonder praktisch ist dabei, dass sich die im Verhältnis 40/20/40 geteilte Rückenlehne ganz bequem vom Gepäckraum aus umklappen lässt. Gegen einen Aufpreis gibt es obendrein eine elektrische Heckklappe und das System Hands-Free, wodurch sich die Heckklappe per Fußbewegung öffnen und schließen lässt.

Die C-Klasse ist seit mehr als zehn Jahren das volumenstärkste Modell von Mercedes-Benz, teilt der Hersteller mit. Seit Markteinführung 1982 wurden davon über 9,5 Millionen Limousinen und T-Modelle verkauft. Rund 397 000 Einheiten wurden 2018 verkauft, gar 415 000 waren es in 2017. Größte Märkte sind China, die USA und Deutschland. Die Produktion der C-Klasse wird vom Werk Bremen aus auf vier Kontinenten gesteuert. Bremen fungiert dabei als sogenanntes Lead-Werk der Baureihe. Weitere Produktionsstätten sind in East London (Südafrika), Tuscaloosa (USA) und Peking (China). Dort entsteht auch die Langversion der C-Klasse Limousine, die ausschließlich in China gebaut und verkauft wird.

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